Das IOK bleibt hart

Das IOK lässt sich nicht umstimmen. 13 Sportlern und zwei Betreuern aus Russland wird die Einladung zu den Spielen in Pyeongchang verweigert.

Reaktion: Der Deutsche Thomas Bach gibt in Pyeongchang Erklärungen ab. (5. Februar 2018)

Reaktion: Der Deutsche Thomas Bach gibt in Pyeongchang Erklärungen ab. (5. Februar 2018) Bild: Keystone

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Die unabhängige Prüfkommission unter Vorsitz der früheren französischen Sportministerin Valérie Fourneyron lehnte trotz Aufhebung der lebenslangen Olympia-Sperren der Russen durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS in allen 15 Fällen eine Teilnahme an den Wettkämpfen in Südkorea ab, teilte das Internationale Olympische Kommitee (IOK) am Montag mit.

Der CAS hatte die IOK-Sanktionen gegen insgesamt 28 russische Athleten aufgehoben, da die Beweise für ein individuelles Dopingvergehen nicht ausreichend gewesen seien. Auf der Liste der 15 Bittsteller für Pyeongchang standen auch Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow.

Die Kritik von Bach

Der Entscheidung liege eine einstimmige Empfehlung des Fourneyron-Gremiums zugrunde. Die Kommission hatte zuvor 169 russische Athleten aus einer Liste von ursprünglich 500 Sportlern zu den Spielen in Südkorea eingeladen. Diese Sportler werden unter neutraler Flagge und ohne Hymne als «Olympische Athleten aus Russland» starten.

Durch die Aufhebung von IOC-Sanktionen vom CAS hatten sich weitere Russen Hoffnung auf ein Nachrücken zu den Winterspielen gemacht. IOC-Präsident Thomas Bach hatte das CAS-Urteil am Sonntag scharf kritisiert und eine Strukturreform des CAS gefordert, um eine Rechtssprechung mit Qualität und Kontinuität zu garantieren. «Wir können nicht riskieren, dass der CAS seine Glaubwürdigkeit bei den Athleten verliert», sagte Bach.

Gleiche Kriterien

Die Prüfkommission hatte die 15 Russen nach den gleichen Kriterien bewertet, wie zuvor die 169 zugelassenen Athleten des Landes. Sie habe aber auch noch zusätzliche Beweise zur Beurteilung verwendet, die die Integrität dieser Athleten infrage gestellt hätten, hiess es in der IOC-Mitteilung. Zu den zusätzlichen Informationen gehörten auch Fakten von geheimen Daten mit Testergebnissen der Jahre 2012 bis 2015, die aus dem Moskauer Doping-Analyselabor stammen und die der Welt-Anti-Doping-Agentur zugespielt worden waren. (fal/sda)

Erstellt: 05.02.2018, 07:37 Uhr

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