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Der bekannteste Club der Welt holt einen TV-Experten als Trainer

Die New York Yankees haben einen Nachfolger für ihren langjährigen Trainer gefunden: Aaron Boone, ein ehemaliger Spieler ohne die geringste Trainererfahrung.

Aaron Boone (rechts) als TV-Experte für ESPN während eines Spiels der New York Mets. Bild: Gianina Thompson, ESPN

Stellen Sie sich vor, Raphael Wicky wird nach einer erfolgreichen Saison beim FC Basel entlassen – und anstelle eines erfahrenen Trainers wird plötzlich SRF-Experte Alain Sutter als Nachfolger präsentiert. Genau so etwas ist in den USA in der MLB, der weltbesten Baseball-Liga, geschehen. Und dies nicht bei irgendeinem Team, sondern ausgerechnet bei den New York Yankees – der berühmtesten Baseballorganisation und der bekanntesten Clubmarke der Welt, mit einem geschätzten Wert von 3,7 Milliarden Franken.

Das Team aus New York, das schon 27-mal die World Series gewinnen konnte und in der vergangenen Saison das Playoff erreichte, entliess seinen langjährigen und erfolgreichen Trainer Joe Girardi. Der 53-Jährige hatte die Yankees die letzten neun Jahre gecoacht und 2009 den letzten World-Series-Titel nach New York geholt . Nun entschied sich die Führung der Yankees, Aaron Boone zu engagieren. Er war die letzten sieben Jahre TV-Experte für den Sender ESPN – und hat noch nie ein Team auf irgendeiner Ebene trainiert.

Hohe Erwartungen in New York

Der 44-jährige ehemalige Spieler der Yankees ist bei Spielern und Fans beliebt, nicht zuletzt auch, weil er im Playoff 2003 mit seinem Homerun den Erzrivalen Boston Red Sox eliminierte. Und immerhin liegt ihm Baseball im Blut. Vor ihm spielten bereits sein Grossvater, sein Vater und seine Brüder in der besten Liga der Welt.

Viel Zeit, um sich an den Job zu gewöhnen, wird ihm bei einem Team wie den Yankees nicht gegeben. Der Druck, einen weiteren Titel zu gewinnen, ist in einem grossen Markt wie New York enorm. Und weil Boone über ein sehr gutes Kader voller talentierter Spieler verfügt, wird von ihm das Erreichen der World Series fast schon erwartet, nachdem die Yankees letzte Saison schon früh scheiterten. Sollte es auch diesmal nicht klappen, wird nicht nur Boone hinterfragt werden, sondern auch der General Manager Brian Chasman, der für dessen Nomination verantwortlich ist und sich gegen die Verpflichtung eines erfahrenen Trainers entschieden hat. (sal)

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