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Der Champion fliegt aus dem Turnier

Südafrika muss die Titelverteidigung an der Rugby-WM in Neuseeland abhaken. Das Gastgeber-Team ist weiter im Rennen.

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Die Südafrikaner um Gurthro Steenkamp (r.) konnten sich gegen Will Genias Australier nicht behaupten.
Die Südafrikaner um Gurthro Steenkamp (r.) konnten sich gegen Will Genias Australier nicht behaupten.
Keystone

Obwohl deutlich überlegen, verlor Titelverteidiger Südafrika den Viertelfinal in Wellington gegen die Australier 9:11 (3:8). Matchwinner für den zweifachen Weltmeister Australien (1991 und 1999) war Youngster James O'Connor, der die Wallabies neun Minuten vor Schluss mit einem Strafkick zum Sieg schoss.

In der ersten Halbzeit war Australien bis zur 16. Minute entgegen dem Spielverlauf 8:0 in Führung gegangen. Danach kam Südafrika, das nur eines der letzten sechs Duelle mit dem aktuellen Tri-Nations-Champion gewann, stärker auf. Der Weltmeister von 2007 ging durch zwei Straf- und einen Dropkick bis zur 59. Minute 9:8 in Führung. Unmittelbar nach der Niederlage gegen Australien traten Südafrikas Nationaltrainer Peter de Villiers und Teamcaptain John Smit zurück. De Villiers hatte die Springboks nach dem WM-Triumph 2007 übernommen und war der erste farbige Nationaltrainer des Landes.

Neuseeland bekundete in Auckland gegen Argentinien vor allem in der ersten Halbzeit einige Mühe (12:7). In den zweiten 40 Minuten hielten die Südamerikaner dem Druck der Gastgeber allerdings nicht mehr stand, womit diese an den siebten Titelkämpfen zum sechsten Mal in die Halbfinals einzogen. Einzig vor vier Jahren in Frankreich waren die Neuseeländer bei diesem Unterfangen gescheitert, Argentinien seinerseits hatte damals mit dem 3. Platz das beste Resultat der Geschichte erreicht. Wichtigster Spieler im Halbfinal war Neuseelands Kicker Piri Weepu mit sieben verwandelten Strafkicks (21 Punkte). Neuseeland rennt seit der ersten WM-Austragung vor 24 Jahren einem weiteren Titelgewinn nach.

Ein Halbfinalduell der zwei Erzrivalen gab es an Weltmeisterschaften bisher zweimal. Sowohl 1991 wie 2003 behielt Australien das bessere Ende für sich. Auch die letzte Begegnung zwischen Neuseeland und den vom Neuseeländer Robbie Deans trainierten «Wallabies» endete zugunsten der Australier (25:20 am 27. August in Brisbane).

Im ersten Halbfinal stehen sich am kommenden Samstag Frankreich und Wales gegenüber. Die Franzosen bezwangen England 19:12, die Waliser setzten sich im «keltischen Duell» gegen Irland überraschend deutlich durch (22:10).

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