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Der Lehrer, der die Boxlegende verprügelte

Manny Pacquiaos Bezwinger Jeff Horn wollte eigentlich Kinder unterrichten – und fand über einen Selbstverteidigungskurs zu seinem Sport.

«Ich habe immer daran geglaubt»: Jeff Horn schafft gegen Manny Pacquiao die Box-Sensation des Jahres. (2. Juli 2017)
«Ich habe immer daran geglaubt»: Jeff Horn schafft gegen Manny Pacquiao die Box-Sensation des Jahres. (2. Juli 2017)
Getty Images
Wild entschlossen: Horn ging von Beginn an in die Offensive.
Wild entschlossen: Horn ging von Beginn an in die Offensive.
Getty Images
Der Tag vor dem Spektakel: Pacquiao, hier noch mit WM-Gürtel, und Horn posieren für die Fotografen. (1. Juli 2017)
Der Tag vor dem Spektakel: Pacquiao, hier noch mit WM-Gürtel, und Horn posieren für die Fotografen. (1. Juli 2017)
Keystone
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Es war ein brutaler und blutiger Kampf, an dessen Ende eine Sensation stand: Jeff Horn, ein studierter Lehrer aus Australien, schlug am Sonntag vor 50'000 Zuschauern in seiner Heimatstadt Brisbane den philippinischen Superstar Manny Pacquiao einstimmig nach Punkten. Pacquiaos Trainer Freddie Roach hatte am Morgen des Kampfes noch prognostiziert, Horn werde keine drei Runden überstehen.

«Ich habe seit meiner Kindheit daran geglaubt, dass ich Weltmeister werden kann», sagte der Sieger nach seinem Coup. Jetzt könnten all die Experten, die sich über ihn lustig gemacht hatten, sehen, dass er kein Witz sei. Für Pacquiao war es die erste Niederlage, seit er sich 2015 im sogenannten Kampf des Jahrhunderts Floyd Mayweather junior geschlagen geben musste.

Horn, der an seinem Körper keine einziges Tattoo oder Piercing trägt, entspricht so gar nicht dem Klischee des Boxers. Auf der Strasse wirkt der 28-Jährige aus Brisbane tatsächlich wie ein Lehrer. Zum Boxen kam er, weil er als Schüler bei Raufereien wiederholt den Kürzeren gezogen hatte und einmal von einer ganzen Gang verprügelt worden war. «Da beschloss ich, dass mir das nicht mehr passieren sollte», sagte der neue WBO-Weltmeister im Weltergewicht.

Zunächst besuchte Horn ein Jahr lang einen Selbstverteidigungskurs – bei seinem heutigen Trainer Glenn Rushton. Dieser sagte schliesslich zu ihm: «Ich glaube, dass du ein guter Boxer wärst. Und dass ich dich innerhalb von vier Jahren an die Olympischen Spiele bringen und dereinst einen Champion aus dir machen könnte.»

2008 gewann Jeff Horn in seinem erst zweiten Amateurfight den Staatsmeistertitel von Queensland, ab 2009 wurde er dreimal in Folge australischer Meister. 2012 stand Horn dann bei Olympia in London im Ring und erreichte immerhin die Viertelfinals. Nun, nach dem Triumph über Pacquiao, ist er endgültig angekommen in der grossen Welt des Boxens.

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