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Der olympische Streit um die Schweigeminute

40 Jahre nach dem Attentat an den Spielen von München fordert Israel eine Schweigeminute an der Eröffnungsfeier in London. Das löst heftige Debatten aus.

Florian A. Lehmann
Die olympische Fahne im Olympiastadion in München ist auf Halbmast: Am 6. September 1972 findet eine Trauerfeier zugunsten der Todesopfer des Anschlags auf die israelische Delegation durch Terroristen statt. Die Sommerspiele wurden für 20 Stunden unterbrochen. (Bild: 6. September 1972)
Die olympische Fahne im Olympiastadion in München ist auf Halbmast: Am 6. September 1972 findet eine Trauerfeier zugunsten der Todesopfer des Anschlags auf die israelische Delegation durch Terroristen statt. Die Sommerspiele wurden für 20 Stunden unterbrochen. (Bild: 6. September 1972)
Keystone
Mitglieder der israelischen olympischen Delegation trauern um ihre elf brutal ermordeten Kollegen. Die Welt hält den Atem an und ist geschockt. Der Sport wurde damit endgültig von der Politik eingeholt. (6. September 1972)
Mitglieder der israelischen olympischen Delegation trauern um ihre elf brutal ermordeten Kollegen. Die Welt hält den Atem an und ist geschockt. Der Sport wurde damit endgültig von der Politik eingeholt. (6. September 1972)
Keystone
Der Vortag: Der Anführer der Terrororganisation «Schwarzer September» verhandelt nach der Geiselnahme im olympischen Dorf mit Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (3.v.l.) und weiteren Offiziellen. Die Organisatoren, die Polizei und der Staat haben kein Konzept, wie sie den Terroristen beikommen können. (Bild: 5. September 1972)
Der Vortag: Der Anführer der Terrororganisation «Schwarzer September» verhandelt nach der Geiselnahme im olympischen Dorf mit Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (3.v.l.) und weiteren Offiziellen. Die Organisatoren, die Polizei und der Staat haben kein Konzept, wie sie den Terroristen beikommen können. (Bild: 5. September 1972)
Keystone
Auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck kommt es schliesslich zum Desaster. Beim gescheiterten Befreiungsversuch durch die Behören kommen am Ende 15 Menschen um. Zwei israelische Sportler wurden bereits bei der Geiselnahme getötet.
Auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck kommt es schliesslich zum Desaster. Beim gescheiterten Befreiungsversuch durch die Behören kommen am Ende 15 Menschen um. Zwei israelische Sportler wurden bereits bei der Geiselnahme getötet.
Keystone
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Die heiteren Spiele in München wurden am 5. September 1972 von einem Terrorakt jäh unterbrochen. Insgesamt elf israelische Sportler und Betreuer sowie ein deutscher Polizist kamen damals ums Leben. Seitdem kämpfen die Hinterbliebenen um eine Schweigeminute bei der olympischen Eröffnungsfeier. Ranghohe Politiker wie US-Präsident Barack Obama oder Deutschlands Aussenminister Guido Westerwelle hatten sich für dieses Begehren starkgemacht.

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