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Der Roboter, der dem Rugby-Star Paroli bot

Neuseeland hat einen neuen Rugby-Helden. Er heisst Robo Dan und schoss elf von zwölf Schüssen ins vorgegebene Ziel. Sein Erfinder verrät, warum ihm das gelungen ist.

Andrew Mehrtens kickt das Rugby-Ei Richtung Tor, Robo Dan muss noch warten.
Andrew Mehrtens kickt das Rugby-Ei Richtung Tor, Robo Dan muss noch warten.
AFP
Mehrtens posiert mit Robo Dan, der wie er selbst elf von zwölf Versuchen versenkte.
Mehrtens posiert mit Robo Dan, der wie er selbst elf von zwölf Versuchen versenkte.
AFP
Ein Ölleck verhinderte aber, dass der Roboter sein Potenzial ausschöpfen konnte.
Ein Ölleck verhinderte aber, dass der Roboter sein Potenzial ausschöpfen konnte.
Keystone
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In Neuseeland gibt es nicht nur Schafe und bärbeissige Rubgyspieler, sondern auch Roboter, die den Nationalsport mit dem ovalen Ball mehr oder minder gut beherrschen. Drei von ihnen traten an einem Wettbewerb in Auckland gegen den früheren Nationalspieler Andrew Mehrtens an. Ziel war es zu sehen, wer mehr Bälle im H-förmigen Tor unterbringen kann. Mehrtens versenkte elf von zwölf Schüssen, die ersten beiden Roboter nicht einmal die Hälfte. Der dritte, der den Namen Robo Dan trägt, war dann aber ebenfalls elfmal erfolgreich und rettete so die Ehre der Automaten.

«Wir haben uns lange mit Zeitlupenaufnahmen beschäftigt»

Robo Dan ist im Gegensatz zu seinen vierschrötigen Maschinenkollegen kein Kraftprotz. Der an der Massey-Universität von Albany entwickelte Roboter kommt geradezu filigran daher. «Uns war sehr schnell klar, dass es nicht auf die Kraft ankommt, sondern auf Präzision und Timing. Wir haben uns lange mit Zeitlupenaufnahmen beschäftigt, die Positionen beim Kicken und die Schusstechnik analysiert. Ich denke, das ist das Geheimnis unseres Erfolges», sagte Johan Potgieter, einer von Robo Dans Entwicklern.

Scherzhaft fügte der Wissenschaftler an, Robo Dan habe gegenüber menschlichen Rugbyspielern ein paar grosse Vorteile: «Er benimmt sich nicht daneben, betrinkt sich nicht zur Unzeit und verletzt sich nicht. Wenn doch etwas an ihm kaputtgehen sollte, ist es in der Regel in ein paar Minuten repariert.»

Pneumatische Beine aus speziellem Aluminium

Robo Dans Beine sind aus einer besonderen Aluminium-Legierung gefertigt und verfügen über einen pneumatischen Antrieb. Sie sollen rund 95 Prozent der Leistungsfähigkeit durchtrainierter Spitzensportlerbeine erreichen. Dafür, dass er erst vor ein paar Monaten entstanden sei, habe der Roboter eine beeindruckende Vorstellung gezeigt, befand Mehrtens, der in 70 Länderspielen 967 Punkte für die neuseeländischen All Blacks erzielte. Dennoch hoffe er, dass seine Nation noch länger nicht auf maschinelle Unterstützung zurückgreifen müsse.

Dass es auch eine Maschine mit den Nerven zu tun bekommen kann, zeigt die Geschichte von Woderwick, einem der unterlegenen Roboter. Der Automat, der in den Testläufen punktgenau ins Ziel getroffen habe, sei beim Wettbewerb regelrecht durchgedreht, beteuerte sein Erfinder Rory Flemmer. Der Grund dafür soll ein Ölleck gewesen sein.

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