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Der ungleiche Golf-Traum von Rio 2016

Vier Schweizerinnen haben Chancen, das olympische Turnier zu bestreiten – für die Männer ist eine Qualifikation in weiter Ferne.

Melanie Mätzler zieht ihr Fairway-Holz aus 166 Metern voll durch. Der Ball durchschneidet die Rheintaler Luft mit ihrer kühlen Bise und senkt sich aufs Grün, wo er einen Meter neben der Fahne zu liegen kommt. Der Putt zum Birdie ist danach Formsache. Die 27-jährige St. Gallerin ist, trotz Schmerzen im Handgelenk, in Form. Sie hat dieses Jahr in Florida schon ein kleines Profiturnier gewonnen und in Marokko auf der LET-Europatour mit Rang 7 ein anderes Topergebnis erzielt. Nun träumt sie von einem Sieg in Gams, an ihrem Heim­turnier (7. bis 9. Mai), das zur zweiten ­Division der Europatour zählt. Und vom Start in Rio 2016, wo Golf erstmals seit 1904 wieder olympisch sein wird.

Dieser Traum ist keineswegs verwegen. Wegen der Qualifikationsregeln (siehe rechts) würde momentan den Schweizerinnen ein Rang in den Top 380 der Weltrangliste reichen, um in Rio ­dabei zu sein. Die 28-jährige Zugerin ­Fabienne In-Albon liegt als Nummer 216 in diesem Ranking voll auf Kurs, in der bereinigten Olympia-Qualifikationsliste belegt sie Rang 41. Für sie ist Rio mehr als ein Traum – ein realistisches Ziel, auf das sie konsequent hinarbeitet. Sie plant für den November bereits Trainings­runden auf dem neuen Olympiakurs.

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