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Die grosse Parade von Bolt & Co.

Die Athletissima 2012 steht heute im Zeichen des Sprints: Jamaikas Parade-Trio mit Usain Bolt, Yohan Blake und Shelly-Ann Fraser-Pryce macht Lausanne seine Aufwartung.

Die Athletissima in Lausanne ist ein Stelldichein der Olympiachampions von London. Natürlich darf Superstar Usain Bolt (Gold über 100 Meter, 200 Meter und mit der 4-x-100-Meter-Staffel an Olympia 2012) nicht fehlen. Bolt startet am Donnerstagabend über die 200 Meter. Und ihm behagt die Bahn auf der Pontaise.
Die Athletissima in Lausanne ist ein Stelldichein der Olympiachampions von London. Natürlich darf Superstar Usain Bolt (Gold über 100 Meter, 200 Meter und mit der 4-x-100-Meter-Staffel an Olympia 2012) nicht fehlen. Bolt startet am Donnerstagabend über die 200 Meter. Und ihm behagt die Bahn auf der Pontaise.
Reuters
In Lausanne dabei sind auch die beiden anderen Staffel-Olympiasieger Nesta Carter (o. r.) and Michael Frater (g. r.).
In Lausanne dabei sind auch die beiden anderen Staffel-Olympiasieger Nesta Carter (o. r.) and Michael Frater (g. r.).
Keystone
Valerie Adams stammt aus Neuseeland. Die Kugelstösserin hat mit Jean-Pierre Egger einen ausgewiesenen Schweizer Trainer.
Valerie Adams stammt aus Neuseeland. Die Kugelstösserin hat mit Jean-Pierre Egger einen ausgewiesenen Schweizer Trainer.
Keystone
Ebenfalls dabei: Natalja Antjuch, die Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden.
Ebenfalls dabei: Natalja Antjuch, die Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden.
AFP
Kirani James holte für Grenada olympisches Gold über die 400 Meter.
Kirani James holte für Grenada olympisches Gold über die 400 Meter.
Reuters
Carmelita Jeter gewann mit der 4-mal-100-Meter-Staffel Gold für die USA.
Carmelita Jeter gewann mit der 4-mal-100-Meter-Staffel Gold für die USA.
Keystone
Der Franzose Renaud Lavillenie war der beste Stabhochspringer in London.
Der Franzose Renaud Lavillenie war der beste Stabhochspringer in London.
Reuters
Der Amerikaner Aries Merritt (v.) schnappte sich die Goldmedaille im Hürdensprint.
Der Amerikaner Aries Merritt (v.) schnappte sich die Goldmedaille im Hürdensprint.
Reuters
Demetrius Pinder (l.) und Ramon Miller von den Bahamas verwiesen in der 4-mal-400-m-Staffel die USA überraschend auf Rang 2. Pinder und Miller sind in Lausanne am Start.
Demetrius Pinder (l.) und Ramon Miller von den Bahamas verwiesen in der 4-mal-400-m-Staffel die USA überraschend auf Rang 2. Pinder und Miller sind in Lausanne am Start.
Reuters
Die Amerikanerin Brittney Reese ist die Olympiasiegerin im Weitsprung.
Die Amerikanerin Brittney Reese ist die Olympiasiegerin im Weitsprung.
Reuters
Auch Dreisprung-Olympiasiegerin Olga Ripakova aus Kasachstan nimmt am Meeting in Lausanne teil.
Auch Dreisprung-Olympiasiegerin Olga Ripakova aus Kasachstan nimmt am Meeting in Lausanne teil.
Keystone
Julia Saripowa aus Russland war die schnellste Läuferin über 3000 Meter Steeple.
Julia Saripowa aus Russland war die schnellste Läuferin über 3000 Meter Steeple.
Reuters
Der Russe Iwan Uchow kommt als Hochsprung-Olympiasieger auf die Pontaise.
Der Russe Iwan Uchow kommt als Hochsprung-Olympiasieger auf die Pontaise.
Keystone
Die Russin Maria Sawinowa dominierte in London die Konkurrenz über 800 Meter.
Die Russin Maria Sawinowa dominierte in London die Konkurrenz über 800 Meter.
Keystone
Die schnellste Frau der Welt: Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika sprintete zu Olympiagold über 100 Meter.
Die schnellste Frau der Welt: Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika sprintete zu Olympiagold über 100 Meter.
Reuters
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60 Prozent der Startgagen von knapp einer Million Franken steckt der Meetingdirektor Jacky Delapierre in den Sprint. Entsprechend hochklassig präsentieren sich am Donnerstagabend die Felder. Usain Bolt, der in London seinen Status als Star der Leichtathletik festigte, tritt über 200 Meter an. Für den nötigen Druck sorgen fünf Gegner, die in dieser Saison schon unter 20 Sekunden gelaufen sind.

Bereits in den Jahren 2006 bis 2009 glänzte der Jamaikaner über die halbe Bahnrunde und begeisterte das Publikum nach den Olympischen Spielen von Peking in 19,63 und vor den Weltmeisterschaften in Berlin 2009 in 19,59 Sekunden. Bolt traf bereits am Montag in Lausanne ein. Am Dienstag war trotz seines 26. Geburtstages keine Party angesagt. Ein Training und Sponsoren-Verpflichtungen bestimmten den Tag.

Blake startet über 100 Meter

Sein Trainingspartner Yohan Blake bereitet sich auf einen Start über 100 Meter vor. Mit einer Saisonbestzeit von 9,75 Sekunden steigt er als Favorit ins Rennen. Blake sieht sich stärkerer Konkurrenz ausgesetzt als Bolt. Die Amerikaner Tyson Gay und Ryan Bailey, die im Olympia-Final als Vierter und Fünfter die Medaillen knapp verfehlten, wollen Revanche nehmen. Der Meeting-Rekord von 9,72 Sekunden, aufgestellt von Asafa Powell im Jahr 2008, wird ins Wanken geraten.

Das Sprinterfeld der Frauen präsentiert sich makellos. Die Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce nimmt die Herausforderung von Carmelita Jeter aus den USA und ihrer jamaikanischen Landsfrau Veronica Campbell-Brown an. In London traf dieses Trio innerhalb von sechs Hundertstelsekunden im Ziel ein.

Wieder Hürden-Weltrekord auf Schweizer Boden?

Die Schweiz ist ein hervorragendes Pflaster für Weltrekorde über 110 Meter Hürden. Der Chinese Liu Xiang lief 2006 auf der Pontaise die Bestmarke von 12,88 Sekunden, zuvor hatten in Zürich Roger Kingdom (USA/12,92/1989), Renaldo Nehemiah (USA/12,92/1981), Rod Milburn (USA/13,1/1973), Willie Davenport (USA/13,2/1969) und der Deutsche Martin Lauer (13,2/1959) brilliert. Seit 2008 hält der Kubaner Dayron Robles den Weltrekord, er lief in Ostrava 12,87 Sekunden. An dieser Marke schnuppert in diesem Sommer der Amerikaner Aries Merritt. Fünfmal absolvierte der Olympiasieger die Strecke zwischen 12,92 und 12,94 Sekunden. Vielleicht klappt es am heute in Lausanne, und der Weltrekord kehrt nach vierjähriger Absenz wieder auf Schweizer Boden zurück.

Insgesamt starten in Lausanne 13 Olympiasieger von Einzeldisziplinen. Zählt man die Staffeln hinzu, sind es deren 19. Zu den attraktivsten Namen nebst den Sprint-Assen aus Jamaika und den USA zählen der 400-Meter-Läufer Kirani James (Grenada), der Stabhochspringer Renaud Lavillenie aus Frankreich und die russische 800-Meter-Läuferin Maria Sawinowa.

Schweizer Highlight zum Schluss

Zusätzlich zu den 16 Disziplinen der Diamond-League-Serie nahm die Athletissima neben dem 100-Meter-Lauf der Männer auch den Hürdensprint der Frauen und die 4-x-100-Meter-Staffel der Frauen ins Programm. Im Tausch mit dem Diamond-League-Meeting in London trägt Lausanne den Weitsprung der Frauen aus. Hinter dieser Planung steckte die Absicht, dem Publikum einheimische Athletinnen zu präsentieren. Die Realität sieht anders aus. Die Hürdensprinterin Lisa Urech brach ihre Saison vor London ab, und auch die Schweizer Weitsprung-Rekordhalterin Irene Pusterla kommt diesen Sommer nicht so richtig in Schuss. Die Tessinerin sagte für Lausanne ab.

Das Augenmerk aus Schweizer Sicht wird somit auf die letzte Disziplin des Abends gerichtet sein. Um 21.50 Uhr greift die Frauenstaffel ihren Schweizer Rekord von 43,51 Sekunden an. Das Quartett läuft wie beim 13. Rang in London (43,54) in der Besetzung Michelle Cueni, Mujinga Kambundji, Ellen und Lea Sprunger. Der Höhenflug der Staffel begann vor einem Jahr an der Athletissima. Das Quartett qualifizierte sich mit einem Lauf unter 44 Sekunden überraschend für die WM in Daegu. In diesem Sommer folgte eine weitere Steigerung, die in der Qualifikation für die Olympischen Spiele gipfelte.

Sämtliche Staffelläuferinnen stehen bereits im Vorprogramm im Einsatz. Die Olympia-Teilnehmer Alex Wilson und Amaru Schenkel laufen in der B-Serie über 200 Meter, Gleiches gilt für Marc Schneeberger. Noemi Zbären, die sich über 100 Meter Hürden für London qualifizierte, reist nicht nach Lausanne. Die Emmentalerin bestreitet am Wochenende an den Deutschen Meisterschaften in Hannover einen Siebenkampf, um ihr Potenzial in anderen Disziplinen zu testen.

(si)

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