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Die Spione vom Zuckerhut

Der Ehrgeiz der Organisatoren von Rio 2016 hat zu einem Datenklau an den Olympischen Spielen in London geführt – zehn Brasilianer wurden bereits überführt.

Hauptstadt von Olympia 2016: Rio de Janeiro mit der Jesusstatue und dem Zuckerhut im Hintergrund.
Hauptstadt von Olympia 2016: Rio de Janeiro mit der Jesusstatue und dem Zuckerhut im Hintergrund.
Keystone

Kaum war das olympische Feuer in London erloschen und das Lob für die besten Spiele aller Zeiten verklungen, rührten die Verantwortlichen für Olympia 2016 mit der grossen Kelle an und kündigten ein noch schöneres Sportfest an. Um dieses Ziel zu erreichen, ist den Vertretern von Rio 2016 scheinbar jedes Mittel recht. Denn während den Sommerspielen in London sei es gemäss der Nachrichtenagentur Agência Brasil zu illegalem Kopieren von Daten bekommen. Der Vorfall war bereits kurz nach Ende der Spiele am 12. August bemerkt worden.

Insgesamt waren etwa 200 Vertreter vom Rio-2016-Team in London, um sich über den Ablauf der Olympischen Spiele und der Paralympics in der britischen Hauptstadt zu informieren. Eine entsprechende Vereinbarung war zwischen London und Rio getroffen worden. Das Kopieren hat gegen das vereinbarte gegenseitige Vertrauen der beiden Ausrichterstädte verstossen – zehn Mitarbeiter des brasilianischen Organisationskomitees wurden bereits entlassen.

Das Rio-Komitee war von den Londoner Organisatoren über den Vorfall informiert worden. Die Betroffenen seien identifiziert worden, und die Führungen beider Komitees hätten gemeinsam und schnell gehandelt und die Situation bereinigt. «Alle Dateien wurden wiederhergestellt und zurückgegeben», erklärten die brasilianischen Organisatoren. Um welche Daten es sich handelte, blieb unklar. Es sollen aber keine vertraulichen Dokumente gewesen sein.

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