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Ein Deutscher wird höchster Olympionike

Thomas Bach gewinnt in Buenos Aires die Wahl für die Nachfolge des scheidenden IOK-Präsidenten Jacques Rogge.

Der Herr der Ringe: Thomas Bach, neuer IOK-Präsident.
Der Herr der Ringe: Thomas Bach, neuer IOK-Präsident.
Keystone

Mit dem ehemaligen Fechter Thomas Bach setzte sich der Favorit unter den sechs Kandidaten für den Vorsitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) durch. Zu den Geschlagenen zählt auch der Schweizer Denis Oswald, der Bach im Vorfeld mangelnde Unabhängigkeit vorgeworfen hatte.

Der 59-jährige Bach hat im IOK viele Spuren hinterlassen. Seit 22 Jahren ist er Mitglied der Organisation, zuletzt stieg er zum Vizepräsidenten auf. Als Vorsitzender der Disziplinarkommission prägte er den Anti-Doping-Kampf mit. Bach, von Beruf Wirtschaftsanwalt, ist der neunte Präsident in der 119 Jahre alten Geschichte des IOK.

Neben Bach und dem Romand Oswald waren der aktuelle IOK-Finanzchef Richard Carrion aus Puerto Rico, Ser Miang Ng aus Singapur, der Stabhochsprung-Weltrekordhalter Sergej Bubka aus der Ukraine und der Präsident des Box-Weltverbandes, Ching-Kuo Wu aus Taiwan, zur Wahl angetreten. Das für die Wahl notwendige absolute Mehr erreichte Bach im zweiten Durchgang.

Bach war auch als Sportler erfolgreich. 1976 wurde er mit der deutschen Mannschaft Olympiasieger im Florettfechten. Im gleichen Jahr sicherte er sich mit der Equipe auch den WM-Titel und verteidigte diesen im folgenden Jahr erfolgreich.

An der Wahl beteiligten sich 93 der 103 IOK-Mitglieder. Der bisherige Präsident Rogge hatte sich entschieden, nicht abzustimmen. Zudem waren laut IOK-Statuten die Landsleute der Bewerber um das Präsidentenamt nicht stimmberechtigt. Aus Schweizer Sicht heisst das, dass sich Fifa-Präsident Sepp Blatter, IIHF-Präsident René Fasel, FIS-Präsident Gian-Franco Kasper und Patrick Baumann, der Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes, bei der Wahl nicht mittun durften.

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