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Ein Sieg der Unbeschwertheit

Rory McIlroy feiert mit dem Sieg bei den US Open in Maryland einen historischen Golftriumph: Noch nie wurde das Turnier mit so vielen Schlägen Vorsprung gewonnen. Wer steckt hinter dem erst 22-jährigen Golfwunder?

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Geniesst den Triumph: Rory McIlroy am 19. Juni mit dem US-Open-Pokal kurz nach seinem Sieg.
Geniesst den Triumph: Rory McIlroy am 19. Juni mit dem US-Open-Pokal kurz nach seinem Sieg.
Keystone
In der heissen Phase: Rory McIlroy am zehnten Loch in der Finalrunde des US Open am 19. Juni 2011.
In der heissen Phase: Rory McIlroy am zehnten Loch in der Finalrunde des US Open am 19. Juni 2011.
Keystone
Die Nerven liegen Blank: Rory McIlroy nach seiner katastrophalen Schlussrunde am US Masters in Augusta im April.
Die Nerven liegen Blank: Rory McIlroy nach seiner katastrophalen Schlussrunde am US Masters in Augusta im April.
Keystone
Schon früh von allen umworben: Rory McIlroy unterschreibt Autogrammkarten nach einem Golfturnier in Marana Arizona am 27. Februar 2009.
Schon früh von allen umworben: Rory McIlroy unterschreibt Autogrammkarten nach einem Golfturnier in Marana Arizona am 27. Februar 2009.
Reuters
Ein verschmitztes Lächeln: Der damals 20-jährige Rory McIlroy bei einer Pressekonferenz im April 2009.
Ein verschmitztes Lächeln: Der damals 20-jährige Rory McIlroy bei einer Pressekonferenz im April 2009.
AFP
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Kurz nach dem Triumph von Rory McIlroy überschlägt sich die internationale Presse mit Lob. «Der junge Mann spielt fehlerfreies Golf», heisst es in der «New York Times». Sein Heimatblatt «Belfast Telegraph» betitelt ihn sogar als «Hollywood-Blockbuster unter den Golfspielern».

Auch unter den Profigolfern wird der junge Nordire als grösstes Talent aller Zeiten gehandelt. Dafür gibt es nach Angaben von Andreas Englbrecht vom Golfmagazin Golf Leader einen speziellen Grund: seine Unbekümmertheit. «McIlroy betritt den Golfplatz, setzt den Schläger an und schlägt ab», sagt er. Viele seiner Konkurrenten würden zuerst Probeschlag nach Probeschlag spielen, bevor sie endlich den Schlag wagen.

Was hat er mit Tiger Woods gemein?

«Wenn er diese ungestüme Spielart erhalten kann, dann wird Rory McIlroy einer der ganz Grossen», ist Englbrecht überzeugt. Dann könnte er den Durchmarsch schaffen und den Rekord von Jack Nicklaus schlagen. Der Amerikaner hat sich in seiner Karriere 18 Siege bei Majors geholt. Eine Bestmarke, die Tiger Woods (bisher 14 Major-Titel) seit frühester Jugend im Visier hat.

Nach seinem Triumph wird Rory McIlroy bereits als Nachfolger von Tiger Woods gehandelt. Wenn es nach Englbrecht geht, haben die beiden nur etwas gemein. «Beide sind Wunderkinder», sagt er. Doch vor allem in der Art Golf zu spielen, würden sie sich stark unterscheiden. «Im Gegensatz zum unbeschwerten McIlory ist Tiger Woods ein Perfektionist, der jeden einzelnen seiner Schläge genau berechnet, bevor er abschlägt», sagt Englbrecht

Sogar Nadal kommt ins Schwärmen

Doch nicht nur aufgrund seiner sportlichen Fähigkeiten ist der als Einzelkind aufgewachsene McIlroy beliebt. So sagte der spanische Tennisspieler Rafael Nadal kürzlich in einem Interview: «Ich schätze Rory sehr. Er ist einer der nettesten Menschen, die ich kenne.»

In Golfkreisen gilt der 22-Jährige als dynamisch und unkompliziert. Auch die gute Beziehung zu seinem Vater lässt den jungen Nordiren sympathisch erscheinen. So hatte McIlroy kurz nach seinem ersten Sieg an einem Major-Turnier nichts anderes im Sinn, als seinen Vater zu umarmen. Das Bild von Vater und Sohn, die sich in den Armen liegen, geht um die Welt.

Ein Dankeschön für den Vater

«Ich wünsche dir einen schönen Vatertag, dieser Erfolg ist für dich», sagte Rory kurz nach seinem Sieg laut dem «Hamburger Abendblatt». Dies ist ein kleines Dankeschön für einen Vater, der während Jahren drei Jobs ausgeübt hat, um seinem Sohn das Golfspielen zu ermöglichen.

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