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Eine Boxlegende pilgert nach Mekka

Der Ex-Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson schreibt das nächste Kapitel der Auferstehung von den Bösen.

Jürgen Kalwa
«Als Muslim werde ich zu einem besseren Menschen»: Boxlegende und verurteilter Vergewaltiger Mike Tyson.
«Als Muslim werde ich zu einem besseren Menschen»: Boxlegende und verurteilter Vergewaltiger Mike Tyson.
Keystone

Für den gesellschaftlichen Aufstieg vom Outcast zum Ehrenmann gibt es keine allgemeingültigen Verhaltensregeln. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Das muss auch Mike Tyson, der dieser Tage nach Medina und Mekka reist, gedacht haben.

Aufgewachsen als jugendlicher Krimineller im Scherbenviertel von Brooklyn und später der jüngste Schwergewichts-Weltmeister der Box-Geschichte, begann er, nachdem er 1992 auf der Höhe seines sportlichen Zenits wegen Vergewaltigung einer 18-jährigen Schönheitskönigin ins Gefängnis musste, mit der Suche nach dem Pfad zum Guten. In den drei Jahren in seiner Zelle las er jede Woche ein bis zwei Bücher – von Machiavelli bis Mao Zedong – und empfing Besucher wie die Poetin Maya Angelou, deren Gedichte er auswendig gelernt hatte. Die Entwicklung führte ihn Richtung Religion. Genauer gesagt Richtung Islam. «Als Muslim werde ich zwar sicher nicht einer der Engel im Himmel», sagte er. «Aber ich werde zu einem besseren Menschen.»

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