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«Ekelhaft» – NBA-Trainer geisseln Trump

Aus der National Basketball Association kommen scharfe Worte gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump – von drei weissen Trainern.

«Das ist jenseits meiner Vorstellungskraft»: Gregg Popovich ist entsetzt über Donald Trumps Erfolg.
«Das ist jenseits meiner Vorstellungskraft»: Gregg Popovich ist entsetzt über Donald Trumps Erfolg.
Reuters

Repräsentanten des Sports bekennen in politischen Dingen eher selten Farbe. Das ist auch in den USA nicht anders. Donald Trumps Wahlsieg aber war für ein Trio von NBA-Coaches Grund genug, um aus der Deckung zu kommen.

Besonders deutlich wurde Gregg Popovich von den San Antonio Spurs. Trumps Wahl bereite ihm Übelkeit – wegen all der xenophoben, homophoben, rassistischen und frauenfeindlichen Kommentare. «Ich lebe in einem Land, in dem die Hälfte der Menschen das ignoriert und ihn trotzdem gewählt hat. Das macht mir am meisten Angst», so Popovich, seines Zeichens Absolvent der Air Force Academy.

Trumps Kampagne sei schlichtweg «ekelhaft» gewesen. «Ich bin ein reicher weisser Mann, und ich empfinde Übelkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Muslim, eine Frau, ein Afroamerikaner, ein Latino oder ein Behinderter zu sein», fügte der Basketballtrainer an. «Wie entrechtet müssen sich diese Leute fühlen? Und wie konnten Vertreter dieser Gruppen Trump wählen? Das ist jenseits meiner Vorstellungskraft.»

Stan van Gundy von den Detroit Pistons nannte Trump «unverhohlen rassistisch und frauenfeindlich». Das Wahlresultat habe auch seinen Spielern Unbehagen bereitet. «Ich weiss nicht, wie Schwarze oder Latinos damit umgehen. Die weisse Gesellschaft hat ihnen ein weiteres Mal signalisiert, dass sie in ihren Augen keine Gleichberechtigung und keinen Respekt verdienen. Das gleiche gilt für die Frauen. Und das haben wir als Land gesagt», führte Van Gundy aus.

Steve Kerr, der Trainer der Golden State Warriors, sieht in der medialen Kultur der USA einen Grund für Trumps Erfolg: «Die Leute bekommen Millionen von Dollar dafür, dass sie sich am Fernsehen anschreien, ob sie nun Sportler oder Entertainer sind. Ich denke, es war nur eine Frage der Zeit, bis das in die Politik überschwappt. Auf einmal sieht man sich einer Realität gegenüber, in der der Mann, der das Land führen wird, routinemässig rassistische, frauenfeindliche und beleidigende Worte gebraucht hat.»

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