Entlebucher erbt den Festsieg auf dem Brünig

Überraschung auf dem Brünig: Der 27-jährige Erich Fankhauser schlägt den Favoriten ein Schnippchen.

Strahlender Gewinner: Erich Fankhauser düpiert die favorisierten Schwinger. (29. Juli 2018)

Strahlender Gewinner: Erich Fankhauser düpiert die favorisierten Schwinger. (29. Juli 2018) Bild: Alexandra Wey/Keystone

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Nicht einer der vielen Favoriten, sondern der 27-jährige Entlebucher Maurer Erich Fankhauser gewann das Schwingfest auf dem Brünig. Erstmals seit 2010 triumphierte beim wichtigen und grossen Fest wieder ein Innerschweizer.

Fankhauser hatte niemand auf der Rechnung. Seit drei Jahren und den Siegen am Luzerner Kantonalen und am Südwestschweizer Teilverbandsfest gewann der Entlebucher kein grosses Schwingfest mehr.

Kein optimaler Start

Auch auf dem Brünig begann der Tag für Fankhauser alles andere als optimal. Im Anschwingen unterlag er dem Berner Oberländer Simon Anderegg, der auf dem Brünig seinen 100. Kranz gewann (5. Rang). Danach pirschte er sich von hinten an die Spitze heran. Fankhauser besiegte der Reihe nach Remo Schenkel (10,00), Simon Röthlisberger (9,75), Hanspeter Luginbühl (9,75), Florian Weyermann (9,75) und Ruedi Roschi (10,00). Er besiegte keinen einzigen Eidgenossen. Aber nach sechs Gängen hatte er einen Viertelpunkt mehr auf dem Konto als Christian Stucki, der dreimalige Sieger auf dem Brünig.

Fankhauser musste auf einen gestellten Schlussgang hoffen. Jungspund Joel Wicki und Schwingerkönig Kilian Wenger machten Fankhauser tatsächlich den Gefallen. Während des zwölfminütigen Schlussgangs konnte Wenger nicht mehr machen, und Wicki wollte nicht mehr machen. «Vielleicht hätte ich mehr riskieren müssen, andererseits hatte ich erwartet, dass auch Joel mehr wagen würde», meinte Wenger.

Der Dank an Wicki

Schlussgang-Gegner Wicki hatte seine Rechnung aber auch bereits gemacht. «Schon vor dem Schlussgang war mir klar, dass bei einem Gestellten mein Clubkollege das Fest gewinnen würde. Klar hätte ich selber auch gern gewonnen. Schliesslich sagte ich mir aber, dass ich nicht mit zu viel Risiko den Innerschweizer Festsieg aufs Spiel setzen will. Für mich stimmt es so: Ich bin zufrieden mit meinem Fest, bin nicht verletzt und kann am nächsten Wochenende den nächsten Festsieg suchen.»

Wicki, der Dominator dieser Saison, krönte also Teamkollege Fankhauser zum Brünig-Sieger. Für Fankhauser war dieser Triumph im ersten Moment «unfassbar». Er bedankte sich bei Wicki («Mein Sieg ist der grosse Verdienst von Wicki»). «Und ich nehme den Sieg natürlich. Aber ich gebe zu, ich habe nicht einmal davon geträumt, so ein Fest zu gewinnen. Das war mir zu unrealistisch.» (fal/sda)

Erstellt: 29.07.2018, 17:50 Uhr

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