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Freestyle-Legende Rebeaud springt mit E-Bike

Mat Rebeaud kehrt am Samstagabend nach Zürich zurück, um im Hallenstadion anzutreten. Die Neuheit: Er geht mit einem elektrischen Motorrad an den Start.

Trainiert in Ruhe für die Night of the Jumps im Hallenstadion: Freestyle-Legende Mat Rebeaud. Video: Marcel Rohner und Fabian Sangines

Man könnte sich zwischendurch schon fragen, wo Mathieu – kurz Mat – Rebeaud einen da hinbringt. Einmal abgeholt am Bahnhof Estavayer Le-Lac geht es immer weiter raus, die Häuser werden weniger, die Bäume mehr, in die Mitte von Nirgendwo, sagt Rebeaud am Steuer seines Vans und lacht. Dort draussen liegt das, was der 36-jährige Romand sein Office nennt.

Es befindet sich am Waldrand, der nächste Bauernhof ist etwa 500 Meter entfernt. Hier hat es nichts ausser einige Erdhügel und Rampen, nicht mal Toiletten, hier kommt höchstens Mal ein Spaziergänger oder Jogger vorbei. Hier kann Rebeaud den lieben langen Tag machen, was er seit einer gefühlten Ewigkeit macht: mit seinem Motorrad durch die Lüfte fliegen.

Nur tut er das seit einem Jahr etwas leiser. Rebeaud hat sein Motorrad gegen ein elektrisches Gefährt eingetauscht. Es ist etwas schwerer und teurer, der Umgang damit gestaltete sich nicht immer einfach. Im Unterhalt jedoch ist es günstiger, rechnet Rebeaud die Vorteile vor. Eine Ladung kostet gut einen Franken, das Tanken einiges mehr.

Zurück nach Zürich

Es ist nicht so, dass Rebeaud Probleme mit seinen Nachbarn gehabt hätte. Erstens sind sie doch einige Meter entfernt, zweitens kennt man den Mann mit den verrückten Stunts hier, jetzt aber dürfte auch der letzte Motorenhasser von Estavayer nichts mehr an Rebeauds Aktivitäten auszusetzen haben, das E-Bike ist kaum zu hören. «Als es im letzten Sommer so heiss war, habe ich oft am Abend trainiert», erinnert sich Rebeaud. Blieb mehr Zeit für seinen Sohn, eineinhalb ist dieser jetzt, «mein grösster Erfolg im Leben».

Rebeaud lebt heute nicht weit entfernt von seinem kleinen Park in Grangettes, auf halbem Weg etwa von Fribourg nach Lausanne. Beim Training ist er in nicht einmal einer halben Stunde. Und er ist da jeden Tag. Momentan trainiert der FMX-Weltmeister von 2006 für die Night of the Jumps, ein Spektakel im Hallenstadion, für das er mit seinem E-Bike eine Wildcard bekam. Er freue sich auf Zürich, sagt er, schliesslich sei er seit seinen regelmässigen Auftritten bei der Veranstaltung freestyle.ch nicht mehr oft dagwesen.

Die Nacht der Sprünge im Hallenstadion wartet mit einem grossen Line-Up an Freestylern auf und gehört zum WM-Kalender. Rebeaud ist der erste und einzige Fahrer, der auf einem elektrischen Bike antritt. Darin sieht er die Zukunft, nicht ganz ernst gemeint sagt er: «Früher konnte man sich auch nicht vorstellen, in einem Restaurant nicht zu rauchen.»

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