Zum Hauptinhalt springen

Froome nervt sich über die Dopingvorwürfe

Tour-de-France-Leader Chris Froome sah sich heute nach seiner gestrigen Triumphfahrt am Mont Ventoux mit ungemütlichen Fragen konfrontiert.

Chris Froom präsentierte sich zuerst mit guter Laune den Journalisten ...
Chris Froom präsentierte sich zuerst mit guter Laune den Journalisten ...
AFP
... und gab bereitwillig Antwort. Doch danach verliess er die Journalistenschar abrupt. (15. Juli 2013)
... und gab bereitwillig Antwort. Doch danach verliess er die Journalistenschar abrupt. (15. Juli 2013)
AFP
Froome siegt am Mont Ventoux, einem Mythos im Radsport (14. Juli 2013).
Froome siegt am Mont Ventoux, einem Mythos im Radsport (14. Juli 2013).
AFP
1 / 8

«Hier sitze ich nach dem grössten Sieg meiner Karriere und werde beschuldigt, ein Lügner und Betrüger zu sein», sagte Froome und verliess den Raum. Vorher hatten sich die Fragen nach seinem beeindruckenden Solosieg am Sonntag auf dem Mont Ventoux, mit dem er die Jubiläums-Tour so gut wie entschieden hat, fast nur um das Thema Doping gedreht.

«Ich habe lange und hart trainiert. Es war eine Schlacht, bis ich zu dieser Form gekommen bin», sagte der 28-jährige Brite, der sechs Renntage vor dem Ende der 100. Tour de France das Gesamtklassement mit 4:14 Minuten vor dem Holländer Bauke Mollema und 4:25 Minuten vor dem zweimaligen Toursieger Alberto Contador anführt.

Einer nach dem anderen gab auf

Froome war am Sonntag am Mont Ventoux krass überlegen. Mit 242,5 km war das Teilstück von Givors auf den Mont Ventoux das längste der diesjährigen Tour, aber der Kampf um den Gesamtsieg konzentrierte sich am französischen Nationalfeiertag ausschliesslich auf die letzte Steigung hinauf zum kahlen und berüchtigten Berg in der Provence, wo einst der Brite Tom Simpson verstarb.

Der Kolumbianer Nairo Quintana ergriff unter den Gesamtbesten als Erster die Initiative. Knapp 13 km vor dem Ziel griff der Südamerikaner an. In seinem Rücken hielt der Australier Richie Porte das Tempo für Teamkollege und Leader Froome derart hoch, dass letztlich nur noch der Spanier Alberto Contador mithalten konnte. 7 km vor dem Ende schritt schliesslich Froome selber zur Attacke, und da musste auch Contador klein beigeben. In kurzer Zeit schloss Froome danach zu Quintana auf.

1,4 km vor Schluss liess der Brite auch seinen letzten Begleiter stehen. Mit 29 Sekunden Vorsprung auf Quintana gewann Froome seine zweite Etappe an dieser Tour, nachdem er schon in der ersten Pyrenäen-Etappe erfolgreich geblieben war.

Zweites Zeitfahren steht bevor

Nach einem zweiten Ruhetag wird die Tour in der Schlusswoche erst am Dienstag fortgesetzt. Die 16. Etappe führt von Vaison-la-Romaine nach Gap und ist im Vergleich zu den folgenden Aufgaben in den Alpen noch nicht allzu schwer. Allerdings gibt es 11,5 km vor dem Ziel noch den Col de Manse zu bezwingen, eine Wertung der 2. Kategorie. Am Mittwoch folgt das zweite Zeitfahren, ehe dann gleich drei schwere Bergetappen auf dem Programm stehen.

si/sam

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch