Froome plant Comeback – trotz Nackenbruch

Der britische Radprofi will sich nach seinem schlimmen Sturz nicht unterkriegen lassen.

Chris Froome signalisiert aus dem Spital: «Es geht mir gut!» (Bild: Team Ineos)

Chris Froome signalisiert aus dem Spital: «Es geht mir gut!» (Bild: Team Ineos)

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Ja, sechs Monate werde es wohl dauern. Das ist die Mindestzeit, die Chris Froome im Spital nach den Operationen von den Ärzten zu hören bekam. Aber selbst wenn es über ein halbes Jahr geht, bis der Brite wieder zurück aufs Rad kann, würde ein Comeback einem kleinen Sportwunder gleichkommen. Doch genau darauf arbeitet Froome hin, wie er via seines Teams Ineos ausrichten liess.

Froomes Sturz am Mittwoch hatte für grosses Aufsehen in der Sportwelt gesorgt. Weil er sich während einer Trainingsfahrt die Nase putzen wollte und wegen einer Windböe die Kontrolle über sein Rad verlor, raste der Brite mit 54 km/h ungebremst in eine Mauer. Dabei brach er sich laut BBC nicht nur Ellenbogen, Hüfte, Oberschenkel und Rippen, sondern auch noch den Nacken.

Er wisse, welch grosses Glück er gehabt habe, liess Froome ausrichten. Er dankte gleichzeitig auch all den Fans, die ihm unzählige Genesungswünsche zukommen liessen. Der Unfall sei ein herber Rückschlag, so Froome, aber er blicke nun nach vorne: «Es wird ein langer Weg, aber dieser Weg beginnt jetzt. Ich fokussiere mich darauf, wieder zu meinem bestmöglichen Zustand zurückzukehren.»

«Keine Risiken!» – «Alles okay!»

Besonders tragisch am schlimmen Sturz Froomes: Wie ein nun vom britischen TV-Sender ITV veröffentlichtes Kurzvideo zeigt, wurde Froome kurz vor seinem Sturz noch von einem neben ihm fahrenden Teamkollegen vor dem Wind gewarnt. Und er solle keine Risiken auf sich nehmen. Alles sei okay, antwortete der bereits in jener Szene freihändig fahrende Froome. Kurz später kam es zum Sturz. (red)

Erstellt: 15.06.2019, 18:59 Uhr

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