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«Ich schlage Joshua mit festgebundenem Arm»

«Es fehlt noch ein Fight, der grösste der Welt», findet Tyson Fury und fordert den Klitschko-Bezwinger heraus.

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Zwei leidenschaftliche Boxer: Der Kampf zwischen Klitschko und Joshua. (Tamedia)

Tyson Fury gibt eine Kampfansage in Richtung Weltmeister Anthony Joshua ab. «Ich bin mir sicher, dass ich AJ mit einem festgebundenen Arm am Rücken noch schlage.» Und weiter: «Ich brauche nicht einmal ein Aufwärmen, wenn er es will», tönte Fury in einem Interview des englischen TV-Senders Sky Sports und fügte hinzu: «Ich bin genauso lange aus dem Ring wie Klitschko, aber der Unterschied ist: Ich bin nicht 41, ich bin 28.»

Von sich überzeugt: Weltmeister Tyson Fury in Düsseldorf. (29. November 2016)
Von sich überzeugt: Weltmeister Tyson Fury in Düsseldorf. (29. November 2016)

Joshua sei ein «aufgepumpter Gewichtheber». Beim Sieg gegen Wladimir Klitschko am vergangenen Samstag im Wembley habe sein britischer Landsmann eine «Leben-oder-Tod-Situation» überstanden, meinte Fury. «Gegen mich hat Klitschko aber keinen dieser Schläge gelandet. Ich bin immer noch die Nummer eins in der Welt – und jeder weiss das. Es fehlt noch ein Fight, der grösste der Welt – und das weiss jeder. Ich gegen AJ, kein anderer.»

Depression und Drogen

Fury hatte im November 2015 gegen Klitschko in Düsseldorf gewonnen, danach aber nicht mehr im Ring gestanden. Zu einem Rückkampf gegen Klitschko war es nicht mehr gekommen. Zweimal hatte er das Duell mit dem Ukrainer platzen lassen.

Der britische Boxverband BBBofC hatte dem an Depressionen erkrankten Fury im Oktober vergangenen Jahres die Lizenz wegen Drogen- und Medikamentenmissbrauchs entzogen. Bei einer Kontrolle am 22. September 2016 war der 2,06 Meter grosse Boxer durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur positiv auf Kokain getestet worden.

Zudem soll dem Skandalboxer im Frühjahr 2015 die Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen worden sein. In der nächsten Woche kommt es zu einer Anhörung, derzeit hält sich Fury in seinem Trainingscamp in Marbella auf.

Bildstrecke – der Kampf zwischen Klitschko und Joshua:

Definitiv am Ende: Wladimir Klitschko am Boden, Schiedsrichter Robert Byrd beendet den Kampf, hier gegen Lamon Brewster in Las Vegas. (10. April 2004)
Definitiv am Ende: Wladimir Klitschko am Boden, Schiedsrichter Robert Byrd beendet den Kampf, hier gegen Lamon Brewster in Las Vegas. (10. April 2004)
AP Photo/Eric Jamison, Keystone
Vor beeindruckender Kulisse: 90'000 frenetische Fans sorgen im bis auf den letzten Platz ausverkauften Wembley-Stadion bereits vor dem Kampf für eine fantastische Atmosphäre.
Vor beeindruckender Kulisse: 90'000 frenetische Fans sorgen im bis auf den letzten Platz ausverkauften Wembley-Stadion bereits vor dem Kampf für eine fantastische Atmosphäre.
Richard Heathcote/Getty Images
Joshuas linker Haken: Nach einem vorsichtigen Abtasten zu Beginn des Fights landet die Faust des Titelverteidigers in 5. Runde erstmals satt auf Klitschkos Kinn.
Joshuas linker Haken: Nach einem vorsichtigen Abtasten zu Beginn des Fights landet die Faust des Titelverteidigers in 5. Runde erstmals satt auf Klitschkos Kinn.
Ben Stansall, AFP
Der erste Knock-Down: Der Ukrainer geht zu Boden – kommt allerdings vor dem «Ten-Count» des Unparteiischen wieder auf die Beine.
Der erste Knock-Down: Der Ukrainer geht zu Boden – kommt allerdings vor dem «Ten-Count» des Unparteiischen wieder auf die Beine.
Richard Heathcote/Getty Images
Ein offener Schlagabtausch: Gleich in der nächsten Runde meldet sich die Boxlegende in erstaunlicher Manier zurück und schickt Joshua zum ersten Mal in dessen Karriere auf die Bretter.
Ein offener Schlagabtausch: Gleich in der nächsten Runde meldet sich die Boxlegende in erstaunlicher Manier zurück und schickt Joshua zum ersten Mal in dessen Karriere auf die Bretter.
Nick Potts/AP Photo
Dramatik pur: In der elften Runde werden die Beine Klitschkos immer wackeliger, weshalb er schlussendlich ein dirttes mal zu Boden geht.
Dramatik pur: In der elften Runde werden die Beine Klitschkos immer wackeliger, weshalb er schlussendlich ein dirttes mal zu Boden geht.
Richard Heathcote/Getty Images
Tapferes Stehaufmännchen: Selbst im hohen Box-Alter von 41 Jahren steht der Ex-Weltmeister kurz danach erneut auf, doch der Schiedsrichter greift ein und beendet den Kampf – Klitschkko ist stehend K.o.
Tapferes Stehaufmännchen: Selbst im hohen Box-Alter von 41 Jahren steht der Ex-Weltmeister kurz danach erneut auf, doch der Schiedsrichter greift ein und beendet den Kampf – Klitschkko ist stehend K.o.
Ben Stansall, AFP
Gegenseitiger Respekt: Die beiden Fighter zeigen den Fans Boxkunst der allerfeinsten Art und finden deshalb nach dem Spektakel nichts als lobende Worte für einander.
Gegenseitiger Respekt: Die beiden Fighter zeigen den Fans Boxkunst der allerfeinsten Art und finden deshalb nach dem Spektakel nichts als lobende Worte für einander.
Matt Dunham/AP Photo
Allen Grund zum Jubeln: Anthony Joshua verteidigt seinen Weltmeistertitel und verbleibt auf dem Thron der Schwergewichte. Der aufstrebende Stern am Box-Himmel leuchtet nach diesem epischen Triumph noch heller.
Allen Grund zum Jubeln: Anthony Joshua verteidigt seinen Weltmeistertitel und verbleibt auf dem Thron der Schwergewichte. Der aufstrebende Stern am Box-Himmel leuchtet nach diesem epischen Triumph noch heller.
Richard Heathcote/Getty Images
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(si)

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