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Japans «Tapfere Blüten»

Die japanische Rugby-Mannschaft will unter die besten Teams der Welt vorstossen – mit zahlreichen Ausländern im Team und der Heim-WM 2019 im Blick.

Japan ist nur in Asien eine Rugby-Macht: Yuta Imamura (M.) setzt sich gegen seinen Gegenspieler aus Hongkong durch. (23. 11.2010)
Japan ist nur in Asien eine Rugby-Macht: Yuta Imamura (M.) setzt sich gegen seinen Gegenspieler aus Hongkong durch. (23. 11.2010)
Keystone
Den Italienern am Wochenende unterlegen: Kosuke Endo versucht sich gegen zwei Italiener durchzusetzen. (13.08.2011)
Den Italienern am Wochenende unterlegen: Kosuke Endo versucht sich gegen zwei Italiener durchzusetzen. (13.08.2011)
Keystone
Ausländer sollen Japans Rugby zum Erfolg verhelfen: Der aus Tonga stammende Ryukoliniasi Holani. (13.08.2011)
Ausländer sollen Japans Rugby zum Erfolg verhelfen: Der aus Tonga stammende Ryukoliniasi Holani. (13.08.2011)
Keystone
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Am 9. September startet die Rugby-Weltmeisterschaft in Neuseeland. Mit von der Partie sind auch die «Tapferen Blüten» aus Japan. Das Team konnte bisher an Weltmeisterschaften nicht überzeugen. Mit dem neuseeländischen Coach John Kirwan wollen die Japaner näher an die Weltspitze rücken. Dem Team haftet in Japan selbst aber der Makel an, dass einige Spieler nicht von japanischer Herkunft sind. Die «Gaijin» genannten Ausländer sind manchenorts nicht gerne gesehen.

John Kirwan, der selbst eine erfolgreiche Rugby-Karriere als Spieler hinter sich hat, nimmt dies gemäss «al-Jazeera online» gelassen. «Wir haben neun ausländische Spieler. Die Tongaer, Sione Vatuvei und Ryukoliniasi Holani, und der Fidschi, Leachy, kamen mit neun, um zu studieren.» Daneben fallen auch zahlreiche Spieler mit englischem Namen auf, die meist aus Neuseeland stammen. «Sie haben Pässe und sind praktisch Japaner. Andere haben drei Jahre in Japan gespielt und nach IRB-Richtlinien (International Rugby Board; Anm. d. Red.) können sie für das Land spielen», sagte Kirwan.

Nur in Asien eine Macht

Das Problem des Trainers der japanischen Mannschaft ist, dass er bis spätestens 2019, wenn die Rugby-Weltmeisterschaft in Japan stattfinden wird, ein konkurrenzfähiges Team haben muss. Die innerasiatischen Ausscheidungen kann Japan zwar klar für sich entscheiden, Südkorea, Hongkong oder Taiwan besiegten die Japaner meist mühelos. Doch im Moment rangieren die Japaner auf dem dreizehnten Platz der Weltrangliste, an der letzten Weltmeisterschaft 2007 reichte es beim besten Ergebnis gerade mal zu einem Unentschieden gegen Kanada.

Das letzte Testspiel verlor Japan am Wochenende gegen Italien mit 24:31, und an der WM wird es in der Gruppe von Gastgeber Neuseeland und Frankreich schwierig, sich für die Viertelfinals zu qualifizieren. Deshalb will Kirwan weiter an seiner Strategie festhalten: «Ich habe immer gesagt, dass wir Ausländer brauchen, um unsere Resultate zu verbessern. Und wenn wir 2019 erreichen, dann muss der Verband sehr hart arbeiten, um mehr Japaner im Team zu haben.»

Von den hoch gesteckten Zielen sind die Japaner acht Jahre vor der Heim-WM noch weit entfernt. Die Weltmeisterschaften 2011 und 2015 werden als Gradmesser gesehen. Nach dem Test gegen Italien wird Japan zu Hause in Tokio die USA zu einem letzten Testspiel empfangen, bevor es am 10. September gegen Frankreich in die Weltmeisterschaft startet.

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