Zum Hauptinhalt springen

Keine «Rothäute» mehr in der «Washington Post»

Auf der Titelseite der Washingtoner Traditionszeitung wird nicht mehr von «Redskins» die Rede sein, wenn über das heimische Footballteam berichtet wird. Der Begriff sei beleidigend, lautet die Begründung.

«Wir werden den Namen nicht ändern»: «Redskins»-Besitzer Dan Snyder über sein Team. (7. August 2014)
«Wir werden den Namen nicht ändern»: «Redskins»-Besitzer Dan Snyder über sein Team. (7. August 2014)
Reuters

Die Traditionszeitung «Washington Post» wird das ruhmreiche Footballteam der US-Hauptstadt auf ihrer Titelseite nicht länger als «Redskins» bezeichnen. Von dem Begriff nehme man auf der ersten Seite künftig Abstand, weil er «zweifellos nicht nur viele amerikanische Ureinwohner beleidigt, sondern auch viele andere Amerikaner», teilte der Redaktionsausschuss am Freitag mit.

Das Gremium operiert jedoch unabhängig von der Nachrichtenproduktion der «Washington Post». Daher wird das Wort «Redskins» (auf deutsch Rothäute) mitunter weiter im Nachrichten- und Sportteil zu lesen sein.

Schon seit 1992 hatte sich der Redaktionsausschuss der «Post» gegen die Verwendung des Begriffs ausgesprochen. Mehrere grosse Zeitungen in den USA haben die umstrittene Bezeichnung bereits ganz aus ihrem Vokabular verbannt. Der Chefkommentator beim Sender CBS, Phil Simms, erklärte erst diese Woche, auch einen Verzicht auf das Wort zu erwägen, wenn er in dieser Saison ein Footballspiel ansage.

Der Besitzer der «Washington Redskinds», Dan Snyder, will jedoch von einer Änderung des Namens nichts wissen. Vielmehr ehre er die Ureinwohner Nordamerikas, erklärte er.

AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch