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Keine weiteren Medaillen für die Schweiz

Die Rollstuhlsportler Pia Schmid (4.) und Heinz Frei (6.) haben an den Paralympics in Peking über 100 m beziehungsweise 800 m einen Podestplatz verpasst.

Zwei Tage vor Abschluss der Spiele bleibt die Schweiz mit acht Medaillen unter den Erwartungen.

Der zweifache Handbike-Paralympic-Sieger Heinz Frei (Etziken) lag nach den ersten 400 m am Ende des Feldes. Gegen die Mittelstreckler war er in der Startphase erwartungsgemäss chancenlos. Der Rhythmus blieb zwar in der Folge hoch, aber der 50-jährige Solothurner kam mit einer beeindruckenden Aufholjagd bis 23 Hundertstel an den Dritten heran. «Ich bin mit persönlicher Bestzeit Sechster geworden. Jahrelang habe ich über diese Distanz den Weltrekord gehalten. Dies zeigt die Entwicklung im Behindertensport», sagte Frei nach dem Rennen.

Pia Schmid (Oberkirch) verpasste im 100-m-Sprint ihre zweite Medaille um zwei Zehntel: «Über 200 m kam ich nach einem nahezu perfekten Start ins Fliegen, über 100 m gelang mir dies nicht mehr. Silber wäre aber möglich gewesen.» Die zweifache Weltmeisterin lag nach 50 m auf Position 2 hinter der Weltrekord fahrenden Kanadierin Michelle Stilwell (19,97), musste auf der zweiten Hälfte jedoch die beiden Japanerinnen vorbeiziehen lassen.

Hendry chancenlos

Der blinde Weitspringer Lukas Hendry (Düdingen/7.) blieb mit 5,54 m einen halben Meter unter seiner persönlichen Bestleistung. Für eine Medaille wären 6,17 m nötig gewesen. Gewonnen wurde der Wettkampf vom Chinesen Duan Li (6,61), der seine eigene Bestmarke im wichtigsten Wettkampf um 59 Zentimeter verbesserte und den Weltrekord aus dem Jahre 1996 nur um sechs Zentimeter verpasste.

Als vierter Schweizer stand der sehbehinderte Manuel Beeler (Welschenrohr) im Einsatz. Der im August 18 Jahre alt gewordene Newcomer von 2007 lief über 800 m Saisonbestleistung (2:03,08), kam aber nicht über den 8. Rang hinaus. «Er lief ein mutiges Rennen. Dass er das Tempo nicht durchhalten konnte, ist für mich normal. Ich bin mit seiner Leistung zufrieden», bilanzierte Trainer Hubert Pauchard.

Bislang enttäuschende Bilanz

Die 27-köpfige Schweizer Delegation bleibt damit zwei Tage vor Ende der Paralympics bei enttäuschenden acht Medaillen (2/2/4) stehen. Ruedi Spitzli als Chef de Mission hat als Minimalziel elf Podestplätze vorgegeben. Mit den beiden 1500-m-Rennen - Edith Hunkeler, Sandra Graf und Marcel Hug haben sich für den Final qualifiziert - und dem Marathon am Mittwoch stehen den Schweizern noch vier Wettkämpfe bevor, die im Vorfeld der Paralympics als Disziplinen mit hohem Podestplatz-Potenzial eingestuft wurden. Dies galt auch für die 800 m und 5000 m. Die Medaillen blieben aber über diese Distanzen aus.

si/cal

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