Zum Hauptinhalt springen

Männer mit Eiern

Kerle mit der Energie von Kernkraftwerken, Spielzüge wie beim FC Barcelona, Fairness über alles: Rugby rockt!

Nix da mit einem Spa oder Massage, Wunden werden in rauher See geleckt: Australische Spieler nach der Halbfinal-Niederlage gegen Neuseeland (17. Oktober 2011).
Nix da mit einem Spa oder Massage, Wunden werden in rauher See geleckt: Australische Spieler nach der Halbfinal-Niederlage gegen Neuseeland (17. Oktober 2011).
Keystone
Wehe, wenn er angerannt kommt: Der Australier Radike Samo konzentriert sich auf den kleinen Final gegen Wales.
Wehe, wenn er angerannt kommt: Der Australier Radike Samo konzentriert sich auf den kleinen Final gegen Wales.
Keystone
Furchteinflössende Szenen auch auf den Rängen.
Furchteinflössende Szenen auch auf den Rängen.
Keystone
1 / 7

Ich bin verliebt. Mit allem, was dazu gehört: nervöser Magen, pochendes Herz, grosse Gefühle.

Die ersten Anzeichen spürte ich am 17. September, so gegen halb elf Uhr morgens. Da sass ich zu Hause auf dem Sofa und schaute am Fernsehen den Rugby-WM-Match zwischen Australien und Irland. Als dieser vorbei war, sagte ich ganz zu mir allein: «F***, so geil!» Wie es dann in diesem Zustand so ist, wollte ich natürlich mehr davon. Eine Woche später war es so weit. Die Partie war brisant, trafen doch die unberechenbaren Franzosen auf die All Blacks, den Gastgeber Neuseeland, den ewigen Favoriten, der meist dann scheitert, wenn es wirklich zählt. (All das und vieles mehr hatte ich mir in der Zwischenzeit angelesen.) Beim Haka, dem Ritualtanz der Neuseeländer nach alter Maori-Tradition, mit dem der Gegner eingeschüchtert werden soll, bekam ich Hühnerhaut. Einfach so. Und als die All Blacks nach einer brillanten Passfolge, die an die grandiosen Spielzüge des FC Barcelona erinnerte, den eiförmigen Rugbyball zum ersten «Try» hinter die französische Grundlinie wuchteten, wars um mich geschehen.Wer frisch verknallt ist, dem fällt es bekanntlich oft schwer, wenn er plötzlich erklären soll, was genau zu dieser emotionalen Turbulenz führte. Ich will es aber wenigstens versuchen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.