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Marathon-Gold für Edith Hunkeler

Nach dem Sturz im 5000-m-Rennen ist Rollstuhlfahrerin Edith Hunkeler das Glück an den Paralympics in Peking doch noch hold: Gold im Marathon.

Edith Hunkeler wurde 1994 durch einen Auto-Unfall querschnittgelähmt. Die Aargauerin rappelte sich aber nach langer Rehabilitation auf und entdeckte in einem Sprachaufenthalt in Florida den Behindertensport. 1998 machte sie mit einem Sieg in Luzern erstmals auf sich aufmerksam.
Edith Hunkeler wurde 1994 durch einen Auto-Unfall querschnittgelähmt. Die Aargauerin rappelte sich aber nach langer Rehabilitation auf und entdeckte in einem Sprachaufenthalt in Florida den Behindertensport. 1998 machte sie mit einem Sieg in Luzern erstmals auf sich aufmerksam.
Keystone
1999 gewann sie den Hamburg Marathon der Rollstuhlfahrer. Damit wurde die telegene Strahlefrau noch bekannter. 2001 wurde sie erstmals zur Behindertensportlerin des Jahres gewählt.
1999 gewann sie den Hamburg Marathon der Rollstuhlfahrer. Damit wurde die telegene Strahlefrau noch bekannter. 2001 wurde sie erstmals zur Behindertensportlerin des Jahres gewählt.
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Sandra Graf als Bronze-Gewinnerin komplettierte den Schweizer Triumph.
Sandra Graf als Bronze-Gewinnerin komplettierte den Schweizer Triumph.
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Zudem holte sich Sandra Graf die Bronzemedaille. Hunkeler legte die Marathon-Strecke in 1:39:59 Stunden zurück und stellte damit einen paralympischen Rekord auf. Die Luzernerin setzte sich mit lediglich einer Sekunde Vorsprung gegen Amanda McGrory (USA) durch und blieb nur zwei Sekunden vor Graf. Überhaupt war der Ausgang des Marathons äusserst knapp: Die ersten Fünf klassierten sich innerhalb von nur fünf Sekunden.

Für Hunkeler, die bei ihrem ersten Wettkampf der Paralympics letzte Woche über 5000 m stürzte, war es die zweite Medaille nach ihrem 3. Platz am Dienstag über 1500 m.

Den Männer-Marathon (T54) beendete der zweifache Goldmedaillen-Gewinner Heinz Frei als bester Schweizer im 14. Rang.

Minimalziel der Schweizer Delegation erreicht

Mit elf Medaillen - davon drei goldenen - erreichten die Schweizer Behindertensportler bei diesen Paralympics das Minimalziel. Im Medaillenspiegel belegt die Schweizer Delegation den 34. Platz. Für Missionschef Ruedi Spitzli fiel die Bilanz zwiespältig aus: «Wir benötigen mehr finanzielle Mittel, um die Betreuung zu verbessern. Es bedarf grösserer Professionalität, um nicht noch stärker in Rückstand zu geraten. Für mich haben diese Spiele mit ihrem Gigantismus eine neue Aera in der paralympischen Bewegung eingeläutet.»

si/cal

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