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Mayweather kämpft gegen Kickboxer

Floyd Mayweather steigt ein Jahr nach seinem Rücktritt gegen das «womöglich grösste Kampfsporttalent, das Japan jemals gesehen hat», wieder in den Ring.

Floyd Mayweather kitzelt es wieder in den Fäusten – oder im Portemonnaie. Für einen Kampf gegen das japanische Kickboxsupertalent Tenshin Nasukawa verlässt er seinen 25-Millionen-Palast in Beverly Hills, um an Silvester in Saitama bei Tokio wieder die Handschuhe zu schnüren.

Die Regeln und die Gewichtsklasse sollen in den nächsten Tagen festgelegt werden, Mayweather hat noch nie einen Mixed-Martial-Arts-Fight bestritten, Nasukawa noch keinen Boxkampf.

«Ich kann ihn treffen»

Sein Kontrahent Tenshin Nasukawa (165 cm/57 kg) ist in 27 Kickboxfights und 4 MMA-Kämpfen ungeschlagen und gilt als der aufstrebende Stern im Kampfsportkosmos. Ob der Chance, den Unbesiegbaren zu besiegen, zeigt er sich überglücklich: «Ob mit oder ohne Kicks, ist mir egal. Mein Gegner (173 cm/68 kg, Red.) sieht grösser aus, als er tatsächlich ist. Ich kann ihn treffen.» Nasukawa will mit einem Schlag Geschichte schreiben, dass er dabei noch nie einen Boxkampf bestritten hat, scheint zweitrangig. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns», so Promoter Nobuyuki Sakakibara.

«Blut, Schweiss und Tränen»

Diese Vermischung von Kampfstilen ist nicht neu, bereits 1976 kämpfte Muhammad Ali in Japan gegen den Wrestler und Volkshelden Antonio Inoki. Thematisiert wurde diese Art des Showkampfs auch im Kino, als ein ehemaliger Boxweltmeister 1985 in «Rocky 3» für Geld gegen einen Wrestler antrat.

Laut Floyd Mayweather – Übername Money – geht es ihm darum, seine Skills auch ausserhalb der USA zu präsentieren. «I can do it all», ist sein Motto, «Blut, Schweiss und Tränen» möchte er den Leuten geben.

20 Millionen Follower weniger

Nasukawa ist über 20 Jahre jünger als Mayweather und auf Instagram 20 Millionen Follower leichter. Sucht man auf Google seinen Namen, findet man vorwiegend Einträge zu Mayweather. Er mag in Japan ein Star sein, hierzulande ist er noch gänzlich unbekannt, wie die knapp 7000 Follower auf Facebook untermauern.

Nasukawa, der sich auf seinen Fotos abwechselnd martialisch im Ring und sympathisch lachend bei Freizeitaktivitäten präsentiert, kann das alles egal sein, verdient er in diesem Kampf doch mehr, als er mit seinem eigenen Sport je verdienen würde. Dass der Boxsport ad absurdum geführt wird – einmal mehr –, ist eine Randnotiz, und Mayweathers letzter Gegner, der MMA-Kämpfer Conor McGregor, nennt die Affiche lapidar «eine Rush-Hour-Komödie». Wollen wir hoffen, dass das asiatische Fliegengewicht keine Klatsche bekommt.

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