Mit dem teuersten Springpferd und Schweizer Hilfe nach Rio
Katars Springreiter haben sich für die Olympischen Spiele 2016 qualifiziert. Auf extrem teuren Pferden, davon zwei aus der Schweiz.
Die Schweizer haben im August an der EM in Aachen die letzte Gelegenheit, sich einen Startplatz für Olympia 2016 zu sichern. Ein Pferd wird dann im Team schmerzlich vermisst werden: Palloubet d’Halong. Das Ausnahmepferd, das von der Baselbieterin Janika Sprunger ausgebildet und geritten wurde, erwies sich an der EM 2013 in Dänemark als sicherer Wert. Und kürzlich war es das wieder, allerdings für die Mannschaft aus Katar. Palloubet d’Halong gehörte zur Equipe, die im Februar überlegen den Nationscup in Abu Dhabi (VAE) gewann und sich damit für Rio de Janeiro qualifizierte.
Der heute 12-jährige Wallach ist im September 2013 von seinem Besitzer Georg Kähny für 11 Millionen Euro an Jan Tops verkauft worden. Der Holländer ist Coach des katarischen Nationalteams und vermittelte Palloubet d’Halong danach für angeblich über 15 Millionen Euro in das Emirat. Anfänglich wurde das damit teuerste Springpferd von einem Reiter eingesetzt, der dessen Potenzial nicht ausschöpfen konnte. Im vergangenen Oktober übernahm es der 28-jährige Bassem Hassan Mohammed, die Nummer 33 der Weltrangliste. «Er ist momentan der beste katarische Springreiter und hat einen guten Draht zu Palloubet d’Halong gefunden. Diese Kombination wird erfolgreicher sein», glaubt der ehemalige Schweizer Spitzenreiter Markus Fuchs, der seit zweieinhalb Jahren in Katar lebt und dort eines der Nachwuchsteam betreut.


