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Pech für Cancellara – Gilbert wiederholt Triumph

Ein Sturz in der Schlussphase beraubte Fabian Cancellara beim holländischen Amstel Gold Race aller Chancen. Der Sieg ging wie 2010 an den Belgier Philippe Gilbert.

Ohne Glück: Fabian Cancellara stürzte beim holländischen Nationalrennen.
Ohne Glück: Fabian Cancellara stürzte beim holländischen Nationalrennen.
Keystone

Cancellara fiel 23 km vor dem Ziel des Rennens aus der Entscheidung. Der Berner, der in den drei grossen Klassikern der bisherigen Saison immer auf dem Podest gestanden hatte (aber nie als Sieger), wurde im Feld zusammen mit Teamkollege Fränk Schleck in einen Sturz verwickelt. Das Duo konnte das Rennen zwar fortsetzen, aber beim Zwischenfall ging zu viel Zeit verloren. Der Schweizer war geschlagen, noch ehe es richtig ins Finale gegangen war. Denn just nach dem Sturz von Cancellara gingen vorne rund 20 Mann in die Offensive, das Rennen war für ihn damit gelaufen.

Mit knapp drei Minuten Rückstand belegte Cancellara schliesslich den 64. Schlussrang, knapp hinter dem Thurgauer Michael Albasini, der als 62. bestklassierter der acht gestarteten Schweizer war. Neben Cancellara hatten sich auch Martin Kohler und Martin Elmiger in der Schlussphase sehr aktiv gezeigt. Knapp 30 km vor dem Ziel steckten die beiden in einer Fluchtgruppe, die aber wenig später wieder gestellt wurde.

Auch Andy Schleck reüssierte nicht

Immerhin konnte Cancellara bis zur Schlusssteigung darauf hoffen, dass mit Andy Schleck ein Teamkollege aus der Leopard-Equipe die Prüfung gewinnen würde. Schleck hatte sich 11 km vor dem Ziel nach dem Keutenberg, der zweitletzten der 32 zwar kurzen, aber teils extrem giftigen Rampen, alleine abgesetzt. Aber der Luxemburger schuf sich nie mehr als 10 Sekunden Vorsprung, und als es in die letzte Steigung ging, war es schon bald um ihn geschehen. Wie schon letztes Jahr entschied Philippe Gilbert mit einem Antritt am Cauberg das Rennen für sich. Der 28-jährige Belgier reagierte auf eine Attacke des Spaniers Joaquin Rodriguez, den er letztlich souverän konterte.

Gilbert hatte unter der Woche bereits mit seinem Sieg im Pfeil von Brabant deutlich gemacht, dass der Sieg im einzigen holländischen Eintagesrennen der World Tour über ihn führen würde. In den letzten beiden Jahren hatte der Belgier bereits die Lombardei-Rundfahrt zweimal hintereinander gewonnen. 2008 und 2009 siegte er zweimal in Serie bei Paris - Tours. Und nun gelang ihm das Double im Gold Race. Gilbert ist nach dem Holländer Jan Raas erst der zweite Profi, dem im Gold Race eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang. Raas hatte das Rennen von 1977 bis 1980 gleich viermal in Folge gewonnen.

Schon bei Mailand - Sanremo auf dem Treppchen

Gilbert fährt die dritte Saison für das Team Omega-Lotto, nachdem er zuvor sieben Jahre in einer französischen Sportgruppe engagiert war. Zu Beginn der Saison hatte er bei Mailand - Sanremo Platz 3 belegt, geschlagen im Spurt vom Australier Matt Goss und Cancellara. Doch am Cauberg auf ansteigender Zielgerade hatte gegen den 28-jährigen Wallonen keiner eine Chance.

si/fal

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