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Positive Dopingprobe bei Contador

Ein deutsches Labor fand in einer Urinprobe des spanischen Tour-de-France-Siegers ein Mittel, das dort nicht sein sollte. Sein Sprecher versuchte, den Fall zu bagatellisieren.

Einer der grössten Radstars der Gegenwart: Alberto Contador.
Einer der grössten Radstars der Gegenwart: Alberto Contador.
Keystone

Der spanische Tour-de-France-Sieger Alberto Contador ist vom Weltradsportverband UCI «wegen einer sehr kleinen Konzentration» eines verbotenen Steroids in seinem Urin gesperrt worden. Nach Angaben des UCI fand das Dopinglabor in Köln in einer Probe Contadors 50 Picogramm Clenbuterol (0,00000000005 Gramm pro Milliliter) – 400 Mal weniger als ein Labor finden müssen kann – in einer Probe, die von Contador am 21. Juli bei der Tour de France, am zweiten Ruhetag, abgegeben wurde.

Sowohl die A- als auch die B-Probe seien positiv gewesen und Contador sei deswegen «formal und provisorisch suspendiert worden», hiess es in einer am frühen Donnerstagmorgen in Paris veröffentlichten Erklärung. Die Ermittlungen würden fortgesetzt. «Es braucht weitere wissenschaftliche Untersuchungen», schreibt die UCI in einem Communiqué. Am Tag nach der Kontrolle bestand der Spanier den letzten Test in der Bergankunft auf dem Col du Tourmalet. Contador gewann die Tour letztlich mit 39 Sekunden Vorsprung auf Andy Schleck (Lux).

Verunreinigte Lebensmittel

Contadors Sprecher Jacinto Vidarte teilte mit, eine mögliche Erklärung für den Steroid-Nachweis sei eine Verunreinigung eines Lebensmittels. Alle bisher konsultierten Experten stimmten dieser These zu und verwiesen dabei auf die vielen weiteren Proben, die Contador während der Tour abgegeben habe. Die geringe Menge und die genaue Bestimmung des Zeitpunkts machten es möglich, «jeden anderen Ursprung und Absicht auszuschliessen». Contador werde sich am Donnerstag im spanischen Pinto der Presse stellen, sagte Vidarte.

Clenbuterol wird in der Medizin gegen Asthma eingesetzt. Es kann in hoher Dosierung aber auch eine «anabole» Wirkung haben. Die ehemalige Leichtathletin Katrin Krabbe sowie die Radprofis Dschamolidin Abduschaparow und Frank Vandenbroucke wurden positiv auf Clenbuterol getestet.

dapd/son

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