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Reisst der Sport den Schleier auf?

Die Öffnung des Sports für die Frauen bereitet der islamischen Welt grosse Probleme. Denn religiöse Vorschriften aus dem Mittelalter und die moderne Sportkluft lassen sich nur schwer vereinbaren.

Die Thematik umfasst auch die Schweiz. Die iranische Basketballerin Sura Al-Shawk vom STV Luzern darf nicht in der Nationalliga spielen, weil die Muslimin und überzeugte Kopftuchtraegerin mit Kopftuch spielen will. Der Deutschschweizer Verband Probasket hat Al-Shawk vor die Wahl gestellt: entweder ohne Kopfbedeckung oder gar nicht. Der Fall sorgte landesweit für Schlagzeilen und viel Resonanz im Volk.
Die Thematik umfasst auch die Schweiz. Die iranische Basketballerin Sura Al-Shawk vom STV Luzern darf nicht in der Nationalliga spielen, weil die Muslimin und überzeugte Kopftuchtraegerin mit Kopftuch spielen will. Der Deutschschweizer Verband Probasket hat Al-Shawk vor die Wahl gestellt: entweder ohne Kopfbedeckung oder gar nicht. Der Fall sorgte landesweit für Schlagzeilen und viel Resonanz im Volk.
Keystone
Leidenschaft für den Fussball: Eine weibliche Anhängerin aus Palästina unterstützt ihre Landsfrauen beim Test gegen die Jordanierinnen in der West Bank.
Leidenschaft für den Fussball: Eine weibliche Anhängerin aus Palästina unterstützt ihre Landsfrauen beim Test gegen die Jordanierinnen in der West Bank.
Reuters
Bei den Panarabischen Spielen 2007 in Kairo wird ebenfalls hart gekämpft – in mehrheitlich verhüllter Kleidung.
Bei den Panarabischen Spielen 2007 in Kairo wird ebenfalls hart gekämpft – in mehrheitlich verhüllter Kleidung.
Reuters
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Der Fussball, in der westlichen Welt nun schon seit Jahrzehnten nicht nur Männersache, hat einen kleinen Fortschritt gegen die Unterdrückung der Frauen in der muslimischen Welt erzielt. Anlässlich der Internationalen Konferenz der Sportverbände (Sportaccord) in Dubai sagte Sepp Blatter: «Wir haben es schriftlich.» Der mächtige Präsident des Weltfussball-Verbandes (Fifa) wies auf einen Fax hin. In diesem steht, dass das Nationale Olympische Komitee von Iran angeboten habe, den Hijab, den von Sittenwächtern streng auf Sitz und Verhüllungsgrad überprüften Kopfputz, für seine Fussballspielerinnen zu lockern. «Wenn sich das realisiert, ist es ein grosser Schritt für den Frauenfussball», meinte Blatter in Dubai.

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