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Rekord: Lisa Urech rückt in die Weltspitze vor

Die Berner Hürdensprinterin hat am Swiss Meeting in La Chaux-de-Fonds den 20 Jahre alten Schweizer Rekord auf sensationelle Weise verbessert.

Rekordlauf: Lisa Urech auf dem Weg zu ihrem fantastischen Schweizer Rekord.
Rekordlauf: Lisa Urech auf dem Weg zu ihrem fantastischen Schweizer Rekord.
Screeshot SF 2

Die Emmentalerin verbesserte in 12,62 Sekunden den fast 20 Jahre alten Schweizer Rekord von Julie Baumann gleich um 14 Hundertstel. Schneller als Lisa Urech waren in diesem Jahr weltweit erst drei Amerikanerinnen – Kellie Wells (12,50), Dawn Harper (12,58) und Danielle Carruthers (12,59). «Endlich habe ich es geschafft», sagte die 21-Jährige nach ihrer Glanzvorstellung im Stade de la Charrière auf knapp 1000 Meter über Meer. Bereits am vergangenen Donnerstag in Lausanne war Urech mit 12,72 unter dem alten Schweizer Rekord geblieben, allerdings blies damals der Wind (3,3 m/s RW) zu stark. Dieses Rennen gab ihr jedoch die Zuversicht, auch bei regulären Bedingungen eine 12,70er-Zeit zu realisieren. Dass sie aber gleich so schnell sein würde, hätte sie (noch) nicht für möglich gehalten.

Bereits im Vorlauf hatte Urech mit 12,80 ihre Bestzeit um eine Hundertstelsekunde gesteigert, obwohl sie die ersten paar Hürden nicht optimal gemeistert hatte. Im Final gelang ihr dann ein nahezu perfekter Lauf. Die zweifache EM-Silbermedaillengewinnerin Derval O'Rourke (Irl) distanzierte sie um nicht weniger als 22 Hundertstel.

U23-EM als nächstes Ziel

Urechs nächstes grosses Ziel sind die U23-Europameisterschaften in Ostrava (Tsch/14. bis 17. Juli), wo sie als klare Favoritin antritt. Ende August stehen dann die Weltmeisterschaften in Daegu (SKor) auf dem Programm. «Ich darf mich jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen, die Saisonhöhepunkte folgen ja erst noch», erklärte Urech. Nach der erfolgreich bestandenen Berufsmatura sei sie nun auch im Kopf frei.

Mit Marc Schneeberger und Andreas Kundert haben zwei weitere Schweizer das WM-Ticket so gut wie auf sicher. Schneeberger blieb zwei Tage vor seinem 30. Geburtstag über 200 m in 20,52 um acht Hundertstel unter der A-Limite. Damit dürften in dieser Disziplin in Daegu gleich drei Schweizer am Start stehen, hatten doch zuvor bereits Reto Amaru Schenkel und Alex Wilson den geforderten A-Wert unterboten. Schenkel lief in La Chaux-de-Fonds erneut stark und egalisierte mit 20,51 die Schweizer Saisonbestleistung von Alex Wilson.

Kundert schaffte über 110 m Hürden die B-Limite (13,60). Der 26-jährige St. Galler erreichte in 13,57 seine drittbeste Zeit. «Es ist schön, nach drei schwierigen Jahren zurück zu sein», sagte der Zeitsoldat, der den Tritt definitiv wieder gefunden hat.

si/fal

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