Rennen bei Regen und Schnee

Der Zürich Marathon war in diesem Jahr noch ein Stück härter als sonst. Ein Japaner trotzte den schwierigen Bedingungen am erfolgreichsten.

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Wer dabei war an der 14. Austragung des Zürich Marathon ums Seebecken, wird diese nicht vergessen. Die Kälte von 4 Grad Celsius am Morgen wäre noch zu verschmerzen gewesen, doch die Nässe machte vielen das Läuferleben schwer. Graupelschauer vor dem Start um 8.30 Uhr, Graupel- und Schneeschauer eine halbe Stunde danach erneut.

Die Bahnhofstrasse präsentierte sich als glitschiges Trassee - durchsetzt mit den Tramlinien ohnehin ein schwieriges Pflaster. Als die Schnellsten nach halb elf Uhr am Mythenquai ins Ziel liefen, liess auch der Nieselregen nach, und Ironie der Geschichte: Der Himmel lichtete sich, die Sonne drückte sogar. Davon profitierten immerhin die Volksläufer, die um die Mittagszeit und danach im Ziel ankamen.

Mit Yuki Kawauchi gewann jener Japaner, der letztes Jahr den Sieg verpasst hatte. In 2:12:04 Stunden distanzierte er den Äthiopier Abere Belay um gut eine Minute. Bemerkenswert dabei: Kawauchi ist nicht Profi-, sondern Amateurläufer. Lange hatten die beiden die Spitze des Rennens gebildet, bis sich Kawauchi absetzen konnte.

Die beiden Schweizer EM-Teilnehmer Adrian Lehmann und Michael Ott verpassten beide ihre Ziele. Während Ott aufgab, erreichte Lehmann das Ziel in 2:19:17, für die Olympiaqualifikation hätte er jedoch gut fünf Minuten schneller sein müssen. Er vergoss im Ziel ein paar Tränen, seine Olympiaträume sind damit wohl ausgeträumt. Er sagte: «Vorwerfen muss ich mir nichts, ich habe gekämpft, aber wir hatten Pech mit den Bedingungen.»

Einer der zwei engagierten Pacemaker aus Kenia war früh ausgestiegen und zerstörte damit schnell die Hoffnungen auf Unterstützung. Schnellster Schweizer war der Romand Julien Lyon in 2:16:17 Stunden - wohlgemerkt bei seiner Marathon-Premiere. Für ihn dürfte diese Zeit im Hinblick auf die EM-Selektion im Halbmarathon noch wichtig werden.

Hier geht es zu den kompletten Resultaten (mos)

Erstellt: 24.04.2016, 13:12 Uhr

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