Blackout kostet James Nerven und Spiel

Die Cleveland Cavaliers starten mit einer 114:124-Niederlage in die NBA-Finalserie. Wie sie die Partie verlieren, ist kaum zu fassen.

Vergebene Siegchance: JR Smith von Cleveland unterläuft kurz vor Schluss des ersten NBA-Finalspiels ein Riesenbock. (Video: Twitter/tamedia)
Video: Getty Images/Ezra Shaw

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Nach dem ersten Aufeinandertreffen im NBA-Playoff-Final zwischen Titelverteidiger Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers muss JR Smith viel Kritik einstecken. Grund ist der Blackout des Cleveland-Spielers kurz vor Ende der Partie. Sein Team liegt 106:107 zurück, 4,7 Sekunden stehen noch auf der Matchuhr. Da bekommen die Gäste zwei Freiwürfe zugesprochen.

George Hill übernimmt die Verantwortung und verwertet den ersten zum Ausgleich. Den zweiten verwirft Hill zwar, jedoch holt sich JR Smith den Rebound. Ihm bietet sich die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Aber statt den Ball zum sicheren Sieg, der das 1:0 in der Finalserie (best of 7) einbringen würde, in den Korb zu werfen, dreht J.R. Smith ab und dribbelt in Richtung Mittellinie. Offenbar denkt der Cleveland-Star, dass sein Team führt.

James ist völlig entsetzt

JR Smiths Mitspieler - allen voran Superstar LeBron James, der mit 51 Punkten den Titelverteidiger extrem herausforderte – können es nicht fassen. Die Schluss-Sirene ertönt und das Spiel geht in die Verlängerung. In dieser können sich die Gäste nicht vom Schock erholen und verlieren letztlich 114:124. James steht nach der bitteren Niederlage komplett entsetzt da und redet auf Smith ein, der immer wieder ungläubig auf die Anzeigetafel schaut und kein Wort herausbringt.

Seit 14 Jahren spielt JR Smith und der NBA und sein Jahreslohn beträgt 13 Millionen Dollar. Doch in diesem Moment erweckt er den Eindruck, als hätte er sein erstes Basketballspiel absolviert.

«Er dachte, dass wir führen»

Nach dem Match behauptet Smith auf seinen Riesen-Aussetzer angesprochen, er habe den Spielstand gekannt. Der 32-Jährige versucht, sich aus der Affäre zu ziehen: «Ich wusste, dass es unentschieden stand. Aber ich dachte, wir nehmen eine Auszeit. Wenn ich gedacht hätte, wir führen, hätte ich den Ball einfach festgehalten.»

Dumm nur, dass sich sein Trainer Tyronn Lue auf der Pressekonferenz anders äussert: «Er dachte, das Spiel sei vorbei. Er dachte, dass wir mit einem Punkt führen.» Nun hat JR Smith am Sonntag im zweiten Spiel, das wiederum in Kalifornien stattfindet, einiges gutzumachen. (ddu)

Erstellt: 01.06.2018, 08:55 Uhr

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