Zum Hauptinhalt springen

Rücktritt mit Misstönen: Schärer hört auf

Christoph Schärer wird auf Ende Saison einen Schlusspunkt unter seine Karriere als Kunstturner setzen.

Rücktritt: Schärer hat vom Wettkampfsport genug.
Rücktritt: Schärer hat vom Wettkampfsport genug.
Keystone

Der zweifache Olympiateilnehmer und EM-Medaillengewinner begründet seinen Rücktritt mit dem Weggang seines Trainers Nicu Pascu.

Pascu, Assistenztrainer im Schweizerischen Turn-Verband (STV) und persönlicher Betreuer von Schärer, ist vom Verband wie Cheftrainer Sandor Kiraly und der andere Assistenztrainer Csaba Bordan auf Ende Saison entlassen worden. Der Rumäne wird ab 1. Januar Cheftrainer in seinem Heimatland.

Schärer hätte allenfalls noch eine Saison angehängt, zumal im nächsten Jahr Einzel-Europa- und Weltmeisterschaften anstehen. «Aber», erklärt Schärer, «bis ich mich mit einem neuen Trainer eingearbeitet hätte, wären die EM vor der Tür gewesen. Ob ich so eine optimale Leistung gebracht hätte, ist fraglich.»

Der erfolgreichste Turner der letzten Jahre

Mit Schärer tritt der erfolgreichste Schweizer Turner der letzten Jahre zurück. Wegen eines Kreuzbandrisses hatte der aus Grosshöchstetten stammende Berner, der für den TV Zäziwil startete, nicht mehr alle Disziplinen turnen können und sich spezialisiert, insbesondere aufs Reck. An diesem Gerät errang er zweimal eine EM- Bronzemedaille.

Wegen seiner Spezialisierung hatte es bei der Nomination der WM-Riegen immer wieder Differenzen gegeben. So war er sowohl für die Weltmeisterschaften 2006 in Aarhus als auch 2007 in Stuttgart übergangen worden. Dagegen schaffte er als einziger zweimal die Qualifikation für die Olympischen Spiele. In Peking verpasste er den Finaleinzug nur um einen Zehntelpunkt.

«Einige Dinge haben mir nicht gepasst», sagt Schärer, «aber das geht wohl jedem so im Verlaufe einer Karriere. Letztlich bleiben die Erlebnisse, Erfahrungen und Erfolge. Alles andere ist zweitrangig.»

Schärer wird nun noch die beiden Weltcup-Turniere in Ostrava und Stuttgart bestreiten, um sich für das Finalturnier in Madrid zu qualifizieren. Zurzeit ist er Achter in der Jahreswertung. Dazu wird er am Sonntag im Rahmen des Swiss Cup einen Show-Auftritt haben. Danach wird er seine Ausbildung als Sportlehrer vorantreiben- und allenfalls vielleicht einmal als Trainer in die Turnszene zurückkehren.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch