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Rugby spielen – mit Kopftuch

Ein iranisches Frauenteam hat in Cortina d'Ampezzo ein Spiel im 7er-Rugby absolviert. Das Fernziel: die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.

Zweikampf beim Turnier in Cortina d'Ampezzo: Nazanin Ammanyan aus dem Iran wird von der Italienerin Michela Este angegriffen.
Zweikampf beim Turnier in Cortina d'Ampezzo: Nazanin Ammanyan aus dem Iran wird von der Italienerin Michela Este angegriffen.
Keystone
Grosser Einsatz mit Kopfbedeckung: Sabah Mayati versucht das Objekt der Begierde gegen zwei Gegnerinnen zu verteidigen.
Grosser Einsatz mit Kopfbedeckung: Sabah Mayati versucht das Objekt der Begierde gegen zwei Gegnerinnen zu verteidigen.
Keystone
Ein ganz spezieller Auftritt: Eine weibliche 7er-Rugby-Auswahl aus dem Iran tritt erstmals an einem Turnier in Europa auf.
Ein ganz spezieller Auftritt: Eine weibliche 7er-Rugby-Auswahl aus dem Iran tritt erstmals an einem Turnier in Europa auf.
Keystone
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Beim ersten öffentlichen Auftritt in der westlichen Welt traten die streng gläubigen Iranerinnen in den Dolomiten mit einer Kopfbedeckung bis an die Schultern – ein moderneres Al-Amira-Modell – und im roten Trainingsanzug an, während ihre Gegnerinnen wie gewohnt in freizügigeren Sport-Tenüs um das Rugby-Ei kämpften. «Für uns ist dieses Spiel in Italien eine neue und wunderschöne Erfahrung. Wir sind es gewohnt, in dieser Kleidung zu spielen. Es ist kein Handicap», erklärte Zohe Eyni, die Spielführerin des Teams.

Aber wie passen Religion und Rugby zusammen? Eyni meinte bloss: «Für uns ist es wichtig, unsere Sportkultur in Staaten zu bringen, in denen man in dieser Aufmachung spielen kann wie in Italien.»

Geholfen hat es nicht: Die Italienerinnen, weder verschleiert noch mit Kopfbedeckung, setzten sich klar mit 10:0 durch. Die Iranerinnen haben indessen noch etwas Zeit, am Knowhow auf dem Feld zu feilen: 7er-Rugby steht erstmals ab 2016 in Rio im olympischen Programm.

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