Rugby-Spieler bleibt liegen und stirbt

Ein dramatischer Zwischenfall in der zweithöchsten Schweizer Liga schockiert die hiesige Rugby-Szene.

Ein tragischer Zwischenfall überschattet ein Rugby-Spiel in Yverdon: Ein Spieler bleibt nach einer Aktion am Boden liegen und verstirbt später im Spital. (iStock/Symbolbild)

Ein tragischer Zwischenfall überschattet ein Rugby-Spiel in Yverdon: Ein Spieler bleibt nach einer Aktion am Boden liegen und verstirbt später im Spital. (iStock/Symbolbild)

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Die Bestürzung ist riesig beim Schweizerischen Rugby Verband. Geschäftsführerin Veronika Muehlhofer sagt: «Ich hoffe, so etwas Tragisches erleben wir nie wieder.» Sie selber war zwar am Samstag nicht in Yverdon, wurde aber über die Details des Zwischenfalls informiert, der sich während eines 2.-Liga-Spiels (Excellence A) ereignet hatte.

Ein Spieler der Gastgeber-Mannschaft (Entente Neuchâtel/Yverdon 2) blieb nach einer Aktion am Boden liegen – offenbar in kritischem Zustand. «Der Zwischenfall ereignete sich während dem regulären Spielverlauf», schreibt die Suisse Rugby Union in einem Communique. «Es war nach einer ganz normalen Szene», betont CEO Muehlhofer.

Sofort eilten Mediziner herbei, um dem 37-Jährigen noch auf dem Platz erste Hilfe zu leisten. Umgehend wurde die Rega alarmiert, sodass der Spieler mit dem Hubschrauber ins Spital Lausanne überführt werden konnte. «Im Spital mussten die Ärzte ihn für tot erklären», sagt Muehlhofer. Gemäss ihr war der Verstorbene ein erfahrener Spieler. Laut Kantonspolizei Waadt handelt es sich bei ihm um einen in Neuenburg wohnhaften Franzosen.

Landesweit grosse Anteilnahme

Die Partie wurde zuerst unter- und rasch abgebrochen, ein nachfolgendes NLA-Spiel wurde nicht ausgetragen. «Auch am Sonntag wurden verschiedene Begegnungen, darunter auch ein Freundschaftsturnier, verschoben», ergänzt Muehlhofer.

«Nun müssen wir den ersten Schock verdauen», sagt Muehlhofer. Ihr ist wichtig, dass die Familienangehörigen und Teamkollegen des Verstorbenen betreut sind. Im Namen des Rugby Verbandes spricht die Geschäftsführerin der Familie des Spielers, seinem Club und allen Beteiligten tiefstes Beileid aus. Landesweit ist die Anteilnahme gross. Rugby ist in der Schweiz verglichen mit anderen Ländern (z.B. England, den USA oder Australien) eine kleine Sportart, die meisten Spieler kennen sich. Der Todesfall hat die «Rugby-Familie» durchgeschüttelt.

«Gottseidank hatte sich bislang in der Schweiz noch nie ein solch trauriger Zwischenfall ereignet», sagt Muehlhofer. Sie weiss von Todesfällen aus französischen oder kanadischen Ligen zu berichten. «Die waren aber auf höherer Stufe.» Die genaue Ursache des medizinischen Problems und des Todes ist bisher weder den Ärzten noch dem Verband bekannt. Eine Untersuchung der Gerichtsmediziner steht an. Der Verband kündete an, zu kommunizieren, sobald weitere Informationen bekannt sind. «Bis dahin sind jegliche Spekulationen zur Ursache vollkommen unangebracht», heisst es in der Verbands-Mitteilung. (ddu)

Erstellt: 19.05.2019, 15:17 Uhr

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