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Schmierenkomödie mit Klitschko

Box-Weltmeister Wladimir Klitschko und Shannon Briggs inszenieren ihre Abneigung mit einer amateurhaften Aufnahme in einem Restaurant.

Geht es dem Boxsport wirklich so schlecht? Die jüngste PR-Aktion von Wladimir Klitschko scheint ein alarmierendes Zeichen zu sein. In einem Video ist zu sehen, wie US-Boxer Shannon Briggs in einem italienischen Restaurant Wladimir Klitschko provoziert. Klitschko reagiert gelassen und giesst seinem Rivalen eine Flasche Wasser über den Kopf.

Die Kopfdusche bringt den WBO-Weltmeister von 2007 scheinbar zur Weissglut, Briggs räumt den Tisch ab und will Klitschko an die Gurgel. Im gleichen Moment wird Briggs von einem Bodyguard zurückgehalten und aus dem Imbiss gezerrt. Was echt aussieht, ist wohl nur einer der unzähligen Anheizer für einen zukünftigen Kampf.

Bisher kämpfte Briggs erst gegen Wladimirs Bruder Witali. Das war vor vier Jahren und endete mit einem Punktsieg für den Ukrainer, der sich mittlerweile als Politiker in seiner Heimat engagiert. Aber Briggs fordert eine Revanche, und das um jeden Preis. Bereits vor vier Monaten platzte der 42-jährige New Yorker vor dem Duell zwischen Klitschko und Alex Leapai in eine Pressekonferenz.

Erst letzte Woche sorgte er in Florida im Training von Klitschko für Aufruhr. Dass die Szene auch auf Youtube zu sehen ist, dürfte nicht ganz zufällig sein. Irritierend ist lediglich der Zeitpunkt der offensichtlichen Inszenierung. Zuerst steigt Klitschko am 6. September in Hamburg gegen Kubrat Pulew in den Ring.

Ein echter Kampf zwischen Klitschko und Briggs könnte also erst im kommenden Jahr stattfinden. «Shannon Briggs ist keine Option für mich. Ich fokussiere mich voll auf meine Titelverteidigung», sagt Klitschko gegenüber «Bild». Und auch Manager Bernd Bönte schiebt die Schuld für das Schmierentheater voll auf den US-Amerikaner. «Langsam hört der Spass, den Mister Briggs da inszeniert, auf.» Fortsetzung folgt.

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