Schweiz fährt nach Krimi an die Handball-EM

Zwischenzeitlich lagen die Schweizer in Novi Sad weit zurück, am Ende reichte es trotz Niederlage in Serbien: Die Schweiz spielt an der EM 2020.

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Am Ende war alle Aufregung unnötig gewesen. Als Lenny Rubin in der überhitzten Arena von Novi Sad in der Schlusssekunde seinen Freiwurf ans Torgehäuse wuchtete, waren die Schweizer schon längst für die EM 2020 qualifiziert. Den Serben wiederum hätte, wie sich später herausstellen sollte, auch ein 32:32 gereicht, um sich als einer der vier besten Gruppendritten einen EM-Platz zu sichern. Letztlich also durften sich zwei Sieger aus der Halle verabschieden.

Serbien, der 18. der WM 2019, konnte im letzten Moment eine missglückte Kampagne korrigieren. Und die Schweizer, denen am Sonntag seit dem Spielstand von 24:29 auch eine Niederlage mit fünf Toren gereicht hätte, um vor den Serben zu bleiben, behaupteten sich in einer starken Qualifikationsgruppe auf Platz 2 hinter Kroatien. Sie hätten gar, egal wie hoch, auch verlieren können. Den Status, einen der besten vier Dritten zu sein, hätten sie behalten. Doch das wussten sie (ebenso wie die Serben) während des Spiels natürlich nicht, sondern erst nach Abschluss der übrigen Gruppenpartien.

Zeichen von Qualität und Reife

Entsprechend umkämpft war die Begegnung verlaufen. Die Schweizer starten mit acht erfolgreichen Angriffen und lagen bis zum 13:12 vorne, ehe die Serben die Wende schafften. Nach 48 Minuten führten diese 29:24, womit sie das Resultat des Hinspiels egalisierten. Doch statt angesichts der bedrohlichen Lange nun gänzlich den Tritt zu verlieren, schwenkten die Schweizer wieder auf den richtigen Kurs ein. Ihre Reaktion war bemerkenswert, ein starkes Zeichen von Qualität und Reife. Mit fünf Toren in Serie glichen sie bis zur 54. Minute zum 29:29 aus und mit dem 31:30 gingen sie gar wieder in Führung. Die EM war nicht mehr in Gefahr.

Abgesehen von einer Phase Anfang der zweiten Hälfte überzeugten die Schweizer im Angriff. In der Abwehr zahlte sich nach der Pause das Umstellen auf eine offensivere Variante aus. Von den Torhütern hätte ebenso wie von den Kreisläufern mehr kommen können. Sicherste Skorer waren zwei Linkshänder: Aufbauer Dimitrij Küttel und Rechtsaussen Cédrie Tynowski. (ust)

Erstellt: 16.06.2019, 20:56 Uhr

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