Schweizerinnen schreiben Volleyball-Geschichte

Die Schweizer Volleyballerinnen qualifizieren sich erstmals sportlich für eine EM. Die Männer scheitern hingegen.

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Eine knappe 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen Österreich genügt den Schweizer Volleyballerinnen sich erstmals auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde zu qualifizieren. Angeführt von der zuletzt verletzungsbedingt fehlenden Teamleaderin Laura Künzler gewannen die Schweizerinnen vor 1150 Zuschauern in Schönenwerd die ersten beiden Durchgänge mit 25:23 und 25:22. Damit war die Equipe von Nationaltrainer Timo Lippuner in der Gruppe B nicht mehr vom 2. Platz zu verdrängen, der zur Teilnahme an der EM-Endrunde berechtigt.

Danach war bei den Schweizerinnen allerdings die Spannung weg. Sie schafften es bis zur Mitte des Entscheidungssatzes nicht mehr, die Konzentration über längere Phasen hoch zu halten. Das Tiebreak verloren sie nach einer starken Aufholjagd und einem vergebenem Matchball schliesslich mit 15:17. Für eine EM-Teilnahme hätten die von Lippuners Vorgängerin Svetlana Ilic gecoachten Österreicherinnen mindestens einen 3:1-Sieg benötigt.

Die Schweizerinnen haben Historisches vollbracht und reisen im nächsten Sommer an die EM-Endrunde. Die Gruppenauslosung für den dezentral in Polen, Ungarn, der Slowakei und der Türkei ausgetragenen kontinentalen Titelkampf erfolgt am 23. Januar in Istanbul. In diesem Jahr nehmen erstmals 24 statt wie bisher 16 Nationen an der EM-Endrunde teil.

Männer verpassen EM

Während di Schweizer Volleyballerinnen sich über ihre erstmalige Qualifikation für ein EM-Turnier freuen, vergeben die Volleyballer ihre letzte Chance, ebenfalls dorthin zu kommen. Die Schweizer Männer haben sich mit einer knappen Niederlage aus der EM-Qualifikation verabschiedet. Wenige Stunden nach dem Sieg der Frauen unterlag das Team von Trainer Mario Motta den bereits qualifizierten und deshalb nicht mehr in Bestbesetzung angetretenen Ukrainern in Schönenwerd mit 2:3. Den Entscheidungssatz verloren die Schweizer nach zwei vergebenen Matchbällen unglücklich 14:16.

Rein rechnerisch hätte sich auch das junge Männer-Team am letzten Spieltag im Fernduell mit Mazedonien und Ungarn noch für die Endrunde qualifizieren können. Weil sich aber die Mazedonier im Heimspiel gegen Ungarn glatt mit 3:0 durchsetzten, beendeten die Schweizer die Gruppe F mit sieben Punkten aus sechs Spielen auf dem 3. Rang. (sda)

Erstellt: 09.01.2019, 19:37 Uhr

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