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Shoppingtour für Katars Reiter

Das Emirat am Persischen Golf kauft teure Springpferde wie Palloubet d’Halong – Geld spielt keine Rolle.

Der Handel hatte im vergangenen Herbst nicht nur in der Pferdesportszene Aufsehen erregt. Der von der Baselbieterin Janika Sprunger ausgebildete und auf höchstem Niveau eingesetzte Wallach Palloubet d’Halong wurde an den Pferdehändler Jan Tops verkauft. Für angeblich 13 Millionen Franken, die höchste je für ein Springpferd bezahlte Summe. Man erwartete, dass das Ausnahmepferd unter Tops Ehefrau Edwina Alexander starten würde, doch der holländische Geschäftsmann fädelte den nächsten Coup ein: Den Weiterverkauf von Palloubet d’Halong nach Katar. Diesmal war von einem Preis von über 15 Millionen Franken die Rede. Geritten wird das Pferd nun vom 32-jährigen Ali Yousef al Rumaihi, der zu den besten acht Springreitern im Emirat am Persischen Golf zählt – die von Jan Tops auch sportlich betreut und gecoacht werden.

Seit einigen Jahren investiert Katar kräftig in den Springsport. Im Rahmen des 2008 lancierten Programms Qatar National Vision 2030, welches das Land mittelfristig zu einem der modernsten Staaten der Welt entwickeln und für die Zeit nach Öl und Erdgas absichern soll, spielt der Sport eine wichtige Rolle. Neben dem Erstellen von Infrastruktur und dem Ausrichten von Grossanlässen wie der Fussball-WM im Jahr 2022 gehört dazu auch die Förderung von Sportlern im eigenen Land. Diese sollen sich nicht nur körperlich ertüchtigen, sondern ihr Land auch an internationalen Grossanlässen vertreten.

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