Bitteres Ende für Schweizer Turner in Glasgow

Giulia Steingruber kann den WM-Boden-Final nicht bestreiten. Und Oliver Hegi stürzt beim Reck.

Der Bodenfinal fand ohne sie statt: Giulia Steingruber verletzte sich nach dem Sturz im Sprungfinal. (31. Oktober 2015)

Der Bodenfinal fand ohne sie statt: Giulia Steingruber verletzte sich nach dem Sturz im Sprungfinal. (31. Oktober 2015) Bild: Andy Buchanan/AFP

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Giulia Steingruber musste an den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Glasgow auf eine Teilnahme am Bodenfinal verzichten. Die am Samstag erlittene Verletzung am rechten Knie liess einen Start nicht zu. Sie war im Sprungfinal nach ihrem verpatzten zweiten Sprung bei der Landung eingeknickt und hatte sich dabei eine Verletzung am rechten Knie zugezogen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht musste sie beim Verlassen der Matte von Betreuern gestützt werden.

Das genaue Ausmass der Verletzung war am Sonntagmorgen weiterhin unklar, der erste Befund unmittelbar nach dem Sturz hatte ergeben, dass Steingruber keine gravierenden Bänderverletzungen erlitten haben soll. Weitere Klarheit werden Untersuchungen in der nächsten Woche in der Schweiz bringen. Steingruber wird aufgrund ihrer Verletzung auch nicht am Memorial Gander am nächsten Mittwoch in Morges antreten. Ob die Mehrkampf-Fünfte von Glasgow in einer Woche am Swiss Cup im Zürcher Hallenstadion teilnehmen wird, ist noch offen.

Gewonnen wurde der Boden-Final von der Amerikanerin Simone Biles, die mit ihrem zehnten WM-Titel, dem vierten in Glasgow, zu erfolgreichsten Turnerin der WM-Geschichte aufstieg.

Hegis Patzer

Für die Schweizer Turner setzte es zum Abschluss der Titelkämpfe in Glasgow nach dem Ausfall von Steingruber eine weitere Enttäuschung ab. Olvier Hegi, der als Achter und Letzter der Qualifikation in den Reck-Final gerutscht war, stürzte beim Deff-Salto und vergab damit die Chance auf eine bessere Klassierung.

Eine Medaille lag für den 22-jährigen Aargauer allerdings ausser Reichweite, nachdem vor ihm Kohei Uchimura, Danell Leyva und Manrique Larduet brillante Vorstellungen gezeigt hatten. Am Ende klassierte sich Hegi ex-aequo mit dem Deutschen Fabian Hambüchen, der beim Abgang stürzte, auf Platz 7.

Hegi war der erste Schweizer Turner seit Christoph Schärer 2001 in Gent, der an Weltmeisterschaften in einem Gerätefinal stand und sich ein Diplom sicherte. Gold ging an den japanischen Mehrkampf- und Team-Weltmeister Uchimura, der mit seiner spektakulären Flugshow seinen insgesamt zehnten WM-Titel holte.

(ofi/fal/si)

Erstellt: 01.11.2015, 18:27 Uhr

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