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Thompson fordert Klitschko heraus

Der Ukrainer Wladimir Klitschko verteidigt heute Abend seinen Titel in Bern gegen den US-Boxer Tony Thompson. Redaktion Tamedia berichtet live ab 22.30 Uhr.

«Schau mir in die Augen, Kleines»: Wladimir Klitschko trifft heute in Bern auf Herausforderer Tony Thompson.
«Schau mir in die Augen, Kleines»: Wladimir Klitschko trifft heute in Bern auf Herausforderer Tony Thompson.
Keystone

Neben dem Ring verlief das Duell der beiden Kontrahenten zahm. Beide verzichteten auf Seitenhiebe. Dass dies ein schlechtes Zeichen für den Fight sei, dementierte der 36-jährie Wladimir Klitschko: «Dass wir hier ruhig sitzen, ist sicher kein Garant dafür, dass der Kampf langweilig wird – im Gegenteil. Beide Kämpfer konzentrieren sich einfach sehr auf diesen Fight.»

Einzig bei einer Sache gerieten sich Klitschko und sein fast gleich grosser IBF-Pflichtherausforderer Tony Thompson (1,98 m beziehungsweise 1,96 m) fast in die Haare: «Vor vier Jahren vernahm ich im Nachhinein, dass Du von einer Trainingsverletzung her angeschlagen in den Kampf gegangen sein sollst, obschon ich im Ring keine Anzeichen dafür bemerkt hatte. Bist Du jetzt fit oder wirst Du später erneut behaupten, dass Du angeschlagen warst?» Thompsons dünnlippige Replik: «Ich bin fit.» Klitschko hatte das erste Duell vor vier Jahren nach zäher Gegenwehr durch technischen K.o. in Runde 11 zu seinen Gunsten entschieden.

Die Achtung vor dem Gegner

Klitschko ist überzeugt, dass der 4o-jährige Thompson «mindestens 90 Schläge pro Runde austeilen» und sich im Gegensatz zu vorangegangenen WM-Herausforderern nicht zurückziehen wird. «Er ist ausgebufft. Er kennt mich besser als jeder andere Gegner. Er war 2003 mein Sparringpartner, 2008 mein Gegner. Es war einer meiner schlimmsten Kämpfe. Wir mussten im Verlauf des Kampfs die Strategie ändern, um zu gewinnen. Er sparrte auch schon mit meinem Bruder Witali. Er kennt die Klitschkos in- und auswendig. Und es ist seine letzte Chance. Ich gehe davon aus, dass mir der beste Thompson gegenübersteht, den es je gab.» Es sei zudem in der Vorbereitung nicht einfach gewesen, Sparringpartner zu finden, die einen so grossen Rechtsausleger wie Thompson imitieren können.

Wladimir Klitschko führte weiter aus: «Es wird mein 61. Kampf (bislang 57:3 Siege, 50 vorzeitig) als Profi. Es klingt irgendwie nach viel. Ich bin nicht mehr der Jüngste, ich hatte gedacht, dass ich mit Anfang 30 an die Leistungsgrenze komme. Doch das war nicht der Fall. Ich werde immer besser. Man sieht ja auch, was mein Bruder (WBC-Schwergewichts-Weltmeister – Red.) mit 41 noch leistet.»

(si)

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