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Ugolkova: «Ich liebe diesen Pool»

Die Schweizerin gewinnt an der Kurzbahn-EM Silber über die 200 Meter Lagen.

Ugolkova verbesserte ihren eigenen Schweizer Rekord um 1,81 Sekunden. (Foto: Keystone)
Ugolkova verbesserte ihren eigenen Schweizer Rekord um 1,81 Sekunden. (Foto: Keystone)

Als sich Maria Ugolkova nach ihrem Coup über 200 Meter Lagen einigermassen erholt hatte, sagte sie, eine Medaille hätte sie überhaupt nicht erwartet. Das war wohl nicht ganz die Wahrheit, denn die 30-jährige Schwimmerin von Uster-Wallisellen war mit sehr guten Erinnerungen nach Glasgow gereist: Ugolkova hatte vor gut einem Jahr im gleichen Becken über dieselbe Distanz, aber auf der Langbahn, bereits EM-Bronze gewonnen. Gestern nun war es – nach einem fast unvorstellbaren Exploit – die Silbermedaille auf der Kurzbahn.

Einen Grund gab es allerdings schon, dass Ugolkova tiefstapelte: Sie startete in einem hochklassigen Feld angeführt vom Superstar aus Ungarn, Katinka Hosszu. Der Palmarès dieser Ausnahmeschwimmerin umfasst 63 Titel auf internationaler Ebene, sie ist 3-fache Olympiasiegerin, 9-fache Weltmeisterin (Langbahn), Weltrekordhalterin. Wer gegen sie antritt, kann, läuft alles normal, höchstens Zweite werden.

Auch Lisa Mamié glänzt im Final

Und es lief normal. Dass aber Ugolkova Zweite wurde, verdankt sie einer eklatanten Leistungssteigerung. Sie schlug in 2:06,59 Minuten an, liess einige Konkurrentinnen hinter sich, die mit wesentlich besseren Zeiten angetreten waren als sie. Die Athletin mit russischen Wurzeln, die schon in allen Schweizer Landesteilen gelebt und studiert hat, verbesserte sich und damit den Schweizer Rekord um 1,81 Sekunden – eine halbe Weltreise. «Es war ein knappes Rennen, und ich bin sehr happy, ich liebe diesen Pool.»

Knapp waren vielleicht die Abstände nach hinten, Hosszu jedoch siegte in 2:04,68. Für das zweite erfreuliche Resultat aus Schweizer Sicht sorgte die Zürcher Brustspezialistin Lisa Mamié. Im Final über 100 Meter wurde die 21-Jährige ausgezeichnete Sechste. In 1:05,34 schwamm Mamié in Glasgow ihren bereits dritten Schweizer Rekord über diese Distanz. Insgesamt vermochte sie sich in Schottland um über eine halbe Sekunde zu steigern.

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