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US-Justiz ermittelt gegen russische Athleten

Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors machte massive Vorwürfe gegen russische Sportler. Dem will nun das US-Justizministerium auf den Grund gehen.

15 russische Medaillengewinner sollen gedopt gewesen sein: Dopingkontrolle in Sotschi. (Archivbild)
15 russische Medaillengewinner sollen gedopt gewesen sein: Dopingkontrolle in Sotschi. (Archivbild)
Hendrik Schmidt, Keystone

Das US-Justizministerium hat nach einem Bericht der «New York Times» Ermittlungen wegen des mutmasslichen systematischen Dopings russischer Athleten eingeleitet. Die Behörde will Vorwürfen des ehemaligen Leiters des Moskauer Anti-Doping-Labors auf den Grund gehen.

Die US-Justiz leitete die Ermittlungen wegen möglicher Verschwörung und Betrugs ein, wie das Blatt am Dienstag meldete. Es berief sich auf zwei namentlich nicht genannte Quellen, die mit dem Fall vertraut seien.

Die US-Staatsanwaltschaft für den östlichen Bezirk von New York sei federführend. Die Behörde habe russische Regierungsoffizielle, Athleten, Trainer sowie Anti-Doping-Verantwortliche im Visier, hiess es.

Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodschenkow, hatte in der vergangenen Woche der «New York Times» gesagt, er habe systematische Manipulationen im russischen Team während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi mitorganisiert.

Rodschenkow ebenfalls im Visier

Rodschenkow, der jetzt in Los Angeles in den USA lebt, behauptet, 15 der russischen Medaillengewinner in Sotschi seien gedopt gewesen. Dafür gibt es bisher keine unabhängigen Beweise. Die US-Justiz hat nach den Informationen der Zeitung auch Rodschenkow selbst im Visier.

Das Internationale Olympische Komitee und die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) schalteten sich ebenfalls ein und brachten Untersuchungen auf den Weg.

Die Ermittlungen setzen Russland gut elf Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro unter Druck. Im schlimmsten Fall droht den russischen Athleten der Ausschluss von den Spielen.

SDA/chk

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