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Wada will Sünder stärker bekämpfen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat Lehren aus dem Doping-Skandal in Russland gezogen. In Zukunft wird sie mehr Möglichkeiten haben, gegen Länder oder Verbände vorzugehen.

Wada-Generaldirektor Olivier Niggli verspricht: «Eine Situation wie in Russland wird nicht mehr vorkommen.»
Wada-Generaldirektor Olivier Niggli verspricht: «Eine Situation wie in Russland wird nicht mehr vorkommen.»
Keystone

Die Wada wird künftig allein darüber wachen, ob in Ländern die Regeln der Doping-Bekämpfung eingehalten werden. «Eine Situation wie in Russland wird nicht mehr vorkommen», verspricht Wada-Generaldirektor Olivier Niggli in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeine Zeitung». «Dort entschieden die Sportorganisationen, was zu tun war. Jetzt entscheidet ein unabhängiger Körper.»

Möglich macht das ein neues Compliance-Programm, auf das sich Weltverbände und das Internationale Olympische Komitee (IOK) im November 2017 geeinigt haben. Auf dieser Grundlage kann die Wada gegen Organisationen ermitteln, welche die Regeln verletzen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS entscheidet über Sanktionen. Durch das Compliance-System wäre es möglich, ganze Sportverbände zu sperren und Sportarten von Olympischen Spielen auszuschliessen. «Potenziell ja, wenn es um Probleme mit dem sportlichen Wettbewerb geht», sagte Niggli. «Normalerweise müsste die non-compliance (Nicht-Regelkonformität) gemäss der Olympischen Charta heute schon Konsequenzen haben», so der Westschweizer.

Überdies kündete Niggli an, die Investigativabteilung der Wada zu vergrössern, um effektiver mit Whistleblowern zusammenarbeiten zu können. «Ehrlich gesagt kriegen wir sogar zu viele Informationen. Wir können gar nicht mit jeder einzelnen umgehen, wir müssen die Abteilung ausbauen», erklärte er. Bislang hätten die aktuell sechs Mitarbeiter des Teams «viele wertvolle Informationen erhalten». Nun soll das Team zügig auf zehn bis zwölf Mitarbeiter aufgestockt werden.

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