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Weitspringerin Pusterla am Mittag in der Qualifikation

Irene Pusterla schaffte mit ihrem Schweizer Rekord als Letzte den Sprung ins Schweizer EM-Team. Nun steht die 22-jährige Tessinerin mit intakten Finalchancen als Erste in Barcelona im Einsatz.

Am Abend folgen 10'000-m-Läufer Christian Belz und Dreispringer Alexander Martinez.

Mit dem Satz auf 6,76 Meter vor anderthalb Wochen an den nationalen Meisterschaften in Lugano flog Irene Pusterla in der europäischen Saisonbestenliste nahe an die Top Ten. In der Qualifikation am Dienstagmittag (12.30 Uhr) ist die Psychologie-Studentin die Nummer 8 unter 25 Athletinnen und zählt zu den Schweizer Hoffnungsträgerinnen.

In drei Qualifikationssprüngen werden die zwölf Finalistinnen bestimmt. Der Cut dürfte bei einer Weite um die EM-Limite von 6,55 m erfolgen, die Qualifikationsweite beträgt 6,65. "Ich bin zuversichtlich, ich werde die Sache ruhig angehen", sagte die Athletin des VIGOR Ligornetto, die den 100-m-Lauf unter 12 Sekunden abspult. Irene Pusterla kennt die harten Gesetze der Qualifikation. Als Nachwuchsathletin hatte sie dem Druck jeweils standgehalten. 2007 erreichte sie bei den U20-Europameisterschaften den sechsten, 2009 bei den U23 den 7. Rang. An den Hallen-EM der Grossen 2009 in Turin verpasste sie den Final aber deutlich.

Christian Belz galt nach seinem 4. Rang als der grosse Verlierer im Schweizer Team von Göteborg 2006. Bei den letzten Kontinental-Meisterschaften war er als Medaillenkandidat für seinen couragierten Lauf schlecht belohnt worden. Vier Jahre später gibt er heute Dienstagabend um 21.05 Uhr nach seinem Abstecher zum Marathon und längeren Verletzungsphasen das Comeback auf internationaler Bühne.

Die Ausgangslage für den bald 36-jährigen Berner präsentiert sich nicht mehr so vorteilhaft. Gemessen an der Saisonbestzeit ist er noch die Nummer 21 unter 26 Startern, 2006 startete er mit der zweitbesten Vorgabe. Doch die Titelkämpfe werden in der Regel in taktischen Rennen entschieden. Gefragt ist deshalb die Grundschnelligkeit und die Spritzigkeit, um auf Tempoverschärfungen zu reagieren. Belz muss für ein positives Resultat den Beweis erbringen, dass er noch den sechsten Gang einlegen kann.

"Ich habe die Limite frühzeitig erbracht und konnte mich gezielt auf diese Meisterschaften vorbereiten", betonte Belz. Der Ökonom reist diesmal nicht direkt vom Höhentrainingslager an den Wettkampf. Um sich an die Hitze zu gewöhnen, hatte er das Engadin bereits vor zwei Wochen verlassen.

Alexander Martinez liess in den letzten Jahren die Konstanz vermissen. Der gebürtige Kubaner legte diesen Sommer 16,71 m in die Sandgrube; einen Wert, den er seit drei Jahren nicht mehr erreicht hat. Dies ergibt für den Dreispringer den 16. Melderang unter 28 Teilnehmern. "Ich will auf jeden Fall in den Final kommen", sagte der Salsatänzer. Mit seiner Saisonbestweite würde er dies auch schaffen und für einen Exploit sorgen. Top und Flop liegen beim 32-jährigen Athleten des LC Zürich allerdings nahe beieinander.

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