Ammann springt sich Mut an

Beim ersten Training flog Simon Ammann unelegant, das zweite wurde wegen zu starker Winde abgebrochen. Trotzdem ist er einigermassen zufrieden.

Nur ein selbstsicherer Ammann kann im Wettkampf attackieren: Simon Ammanns Trainingssprung. Foto: Frederik von Erichsen / Keystone

Nur ein selbstsicherer Ammann kann im Wettkampf attackieren: Simon Ammanns Trainingssprung. Foto: Frederik von Erichsen / Keystone

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Man kann nicht behaupten, Simon ­Ammann sei gestern zum Stilisten ­geworden. Dafür gerieten ihm die zwei Trainingssprünge auf der WM-Normalschanze am Morgen zu unelegant. Am Abend war er dann gar chancenlos, sich zu verbessern: Wegen zu starker Winde musste das zweite Training abgebrochen werden. Trotzdem verliess der Toggenburger die Anlage einigermassen zufrieden. Er hatte einen weiteren Schritt vorwärts ins aktive Springerleben getan. Nach seinem schweren Sturz von Anfang Januar geht es für den 33-Jährigen schliesslich darum, zur alten Selbst­sicherheit zu finden.

Denn nur ein selbstsicherer Ammann kann im Wettkampf von morgen attackieren – sofern er heute Abend die ­Qualifikation übersteht und sich am Samstag dann auch zum Start entscheidet. «Ich hätte gerne noch einen dritten Trainingssprung absolviert», sagte er. «Ich brauche momentan so viel Praxis wie möglich, zumal der erste Sprung wahrlich ein Herantasten an diese Schanze war.»

Cologna freut sich auf Northug

Sorgenfrei präsentierte sich dagegen Dario Cologna. Der Skiathlon-Titel­verteidiger war am späteren Nachmittag nach einer reibungslosen Vorbereitung just vor dem Sprintfinal in Falun angekommen. Er freue sich nach dem Sieg von Petter Northug noch mehr auf das gemeinsame Rennen morgen, sagte er mit einem Schmunzeln. Auf eine Sprint­entscheidung möchte es der Bündner im Skiathlon jedoch nicht ankommen lassen. «Es wäre mir recht, wenn ich schon vor der Zielgeraden ein bisschen Vorsprung hätte», witzelte er. Allerdings hält er den Parcours für zu wenig selektiv, als dass man sich vorzeitig von den Gegnern ­lösen könne. «Die Frage dürfte darum eher sein, wie viele Athleten ­gemeinsam auf die Zielgerade einbiegen.» Klar ist: Cologna rechnet damit, zu dieser Gruppe zu gehören.

Erstellt: 19.02.2015, 22:31 Uhr

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