Beat Feuz gewinnt die Lauberhorn-Abfahrt

Nach 2012 gewinnt Beat Feuz den Abfahrtsklassiker im Berner Oberland zum zweiten Mal. Er setzt sich vor Aksel Svindal und Matthias Mayer durch.

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Er werde sich auf jeden Fall für eine frühe Startnummer entscheiden, hatte Beat Feuz nach dem Abschlusstraining am Donnerstag gesagt. Diese Absicht setzte er tags darauf bei der Wahl der Startposition mit der Nummer 1 maximal um.

Am Samstag, als er um 12.30 Uhr bei besten Bedingungen als Erster ins Rennen ging, gelang Feuz zwar nicht die perfekte, aber zumindest die erwünscht starke Fahrt. Als er nach den 4,27 km im Ziel die Zeit von 2:26,50 aufleuchten sah, jubelte der Berner bereits ein erstes Mal - im Wissen, dass er damit um mehr als drei Sekunden schneller war als der Trainingsschnellste am Donnerstag.

Zittern während Svindals Fahrt

Das nächste Mal durfte Feuz nach der Fahrt von Aksel Lund Svindal durchatmen und die Faust ballen. Der mit der Nummer 3 gestartete Norweger lieferte Feuz ein enorm spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch bei der letzten Zwischenzeit lag er um zwei Hundertstel vorne. Doch im Ziel-S fand der Einheimische die schnellere Linie, am Ende lag er um 0,18 Sekunden vor Svindal. Dritter wurde Matthias Mayer, der auf Feuz 0,67 Sekunden einbüsste. Wie Feuz und Svindal vertraut auch der österreichische Abfahrts-Olympiasieger der gleichen Skimarke - Head.

So donnerte Feuz ins Tal: Vor 35'000 Zuschauern triumphiert Beat Feuz in Wengen – seine Siegesfahrt im Video.

«Es war wie 2012 ein genialer Tag, mit blauem Himmel», sagte Feuz gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Zu seiner Fahrt meinte der nun sechsfache Abfahrtssieger: «Beim Brüggli-S war die Ein- wie auch die Ausfahrt nicht perfekt. Den Rest habe ich gut erwischt, obwohl aber längst nicht alles optimal war.» Nun werde er den weiteren Tag geniessen, am Sonntag dann möglichst ausspannen, so Feuz. In Kitzbühel, das nächste Woche folgt, habe er einiges vor. «Ich kann nicht verneinen, dass ich in Topform bin.»


Interview: «Ein fantastischer Tag»

Nach dem Gewinn der Lauberhorn-Abfahrt sagt Beat Feuz, auf was er sich am Abend besonders freut.


Dank seinem neunten Weltcupsieg, dem zweiten in dieser Saison nach demjenigen in der Abfahrt von Lake Louise, rückte Feuz auch in der Disziplinenwertung Svindal um 20 Punkte näher. Der 30-jährige Emmentaler liegt nun noch 58 Punkte hinter dem Skandinavier zurück (362:420). Als Dritter liegt Svindals Landsmann Kjetil Jansrud (238) bereits 182 Punkte zurück. Gefahren sind im Olympia-Winter bislang fünf von neun Abfahrten.

Starke Leistung von Gilles Roulin

Die weiteren Schweizer blieben am Samstag in Wengen ausserhalb der Top 10. Der nächstbeste Swiss-Ski-Abfahrer verlor auf Feuz exakt zwei Sekunden. Der in dieser Saison stark fahrende Zürcher Gilles Roulin wurde 14. Gleich dahinter reihte sich der Bündner Gian Luca Barandun mit der hohen Startnummer 42 auf dem 15. Platz ein. Marc Gisin wurde 19.

Hingegen Mauro Caviezel (22.), der bei der Einfahrt in den Haneggschuss eine ganz heikle Situation zu überstehen hatte, wie auch der ehemalige Lauberhornsieger Patrick Küng, der gar ohne Punkte blieb, enttäuschten.

Die Rennwoche in Wengen findet am Sonntag mit dem Slalom ihren Abschluss. Der Start zum ersten Lauf erfolgt um 10.15 Uhr. (var/sda)

Erstellt: 13.01.2018, 11:39 Uhr

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