Cologna fehlen Zentimeter zu Gold

Der Bündner Dario Cologna beschert der Schweiz im Skiathlon die erste Medaille an der nordischen Ski-WM in Falun. Fast hätte es zum Titel gereicht.

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Gleich zu Beginn des letzten Anstiegs zum Mörderbakken griff Dario Cologna an. Im Val di Fiemme 2013 und letztes Jahr in Sotschi hatte er mit dieser Taktik Erfolg gehabt. Nur Maxim Wylegschanin und Didrik Tönseth aus Norwegen vermochten einigermassen zu folgen. Zum Trio gesellte sich in der Abfahrt noch der Kanadier Alex Harvey, der klar über den schnellsten Ski verfügte. Im Gegensatz zu 2013 und 2014 war erste eine Vorentscheidung gefallen, weil noch drei Kilometer bis ins Ziel fehlten.

Die 50'000 Zuschauer kamen in den Genuss einer dramatischen Schlussphase. Wylegschanin und Cologna griffen auf dem coupierten Terrain abwechslungsweise an. Der Russe erwischte beim letzten Anstieg die Kurve zur Abfahrt ins Stadion als Erster und liess sich aus der Pole-Position nicht mehr verdrängen. Cologna scherte auf der Zielgeraden noch aus, kam aber an Wylegschanin nicht vorbei. «Ich bin sehr zufrieden mit Silber», betonte Cologna. In seinem Rücken hielt Harvey, der bereits im Sprint Silber gewonnen hatte, Tönseth im Schach.

Dritte WM-Medaille

Cologna gewann seine insgesamt dritte WM-Medaille. Vor zwei Jahren im Trentino hatte er nach Gold im Skiathlon noch Silber über 50 km geholt. Der dreifache Olympiasieger und dreifache Sieger der Tour de Ski hat nun in Falung noch über 15 km und 50 km zwei Chancen, seine Medaillensammlung zu erweitern.

In der zweitletzten Runde am Anstieg zum Mörderbakken liess Marcus Hellner die 50'000 Zuschauer jubeln. Der Schwede, in Sotschi Olympia-Zweiter hinter Cologna, fühlte der Konkurrenz erstmals auf den Zahn. Somit blieben bei der letzten Zielpassage noch elf Läufer übrig.

Northug zu Beginn mit Mühe

Bereits auf der ersten der drei Skating-Runde schien Petter Northug etwas Mühe zu bekunden. Der Eindruck sollte nicht täuschen. Als Cologna angriff, war der Norweger chancenlos. Die Norweger, die zuvor alle drei Langlauf-Entscheidungen für sich entschieden hatten, gingen somit leer aus. Dies auch, weil der Saisondominator Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen krankheitsbedingt passen musste.

Auf der Klassisch-Strecke hatte sich kurzfristig Jean Marc Gaillard aus Frankreich und der Schwede Lars Nelson abgesetzt. Tönseth erhielt den Auftrag, die Lücke von elf Sekunden zu schliessen. Eine Gruppe von gut 20 Läufern bildete die Leadergruppe. Cologna wechselte als Vierter, Jonas Baumann als Zwanzigster mit 16 Sekunden Rückstand aus der Box. Das Klassisch-Material der Schweizer hatte sehr gut funktioniert. Am Schluss wurde Baumann Dreissigster mit drei Minuten Rückstand (si)

Erstellt: 21.02.2015, 14:37 Uhr

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