Dank der Operation: Jankas Puls schlägt wieder normal

Es klingt wie ein medizinisches Wunder: Zehn Tage nach einer Herzoperation gewinnt Carlo Janka bereits wieder Weltcup-Rennen. Der Eingriff brachte die gewünschte Wirkung.

Schluck aus der Pulle: Carlo Janka erholt sich dank dem Eingriff am Herz nach den Rennen wieder schneller.

Schluck aus der Pulle: Carlo Janka erholt sich dank dem Eingriff am Herz nach den Rennen wieder schneller. Bild: Keystone

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Die Bilder von den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen haben sich eingeprägt. Carlo Janka stand völlig ausgepumpt im Ziel – minutenlang. Der Puls sank auch eine halbe Stunde nach dem Rennen nicht unter 160 Schläge pro Minute. Seit zwei Jahren begleiteten Janka diese Herzrhythmusstörungen; an ein geregeltes Sommertraining war nicht zu denken. Dennoch gewann er in dieser Zeit den Olympiariesenslalom und den Gesamtweltcup. Doch in diesem Jahr akzentuierte sich das Problem, so dass sich Janka nach den WM und den letzten Saisonrennen zum Eingriff durchrang.

Die Operation verfehlte die Wirkung nicht. Nur zehn Tage nach der Herzoperation gewann Janka den Riesenslalom in Kranjska Gora. Nach dem Rennen hatte Janka «subjektiv ein besseres Gefühl» und erholte sich nach eigenen Angaben auch schneller. Herzfrequenzmessungen bestätigten das Gefühl des Athleten. Nach dem Riesenslalom vom Samstag dauerte es nach beiden Läufen jeweils rund 20 Minuten, bis der Puls von 199 wieder unter 130 sank.

«Situation hat sich verbessert»

Die Ärzte führen diese offensichtliche Verkürzung in erster Linie auf den operativen Eingriff zurück. «Konkret geht die Herzfrequenz langsam aber regelmässig zurück und bleibt nicht mehr konstant, über mehrere Minuten nach dem Rennen, auf sehr hohem Niveau», wie Swiss-Ski-Arzt Christian Schlegel erklärt. Die maximale Herzfrequenz sei immer noch gleich hoch wie bei früheren Rennen. Viel wichtiger sei jedoch die Erkenntnis, dass sich das Zusammenspiel zwischen Herzvorhof und Herzkammer verbessert habe. Das führe zu einer gesteigerten Herzleistung.

Janka wird die nächsten Rennen am Wochenende im norwegischen Kvitfjell auf den Olympiastrecken sowie das Weltcupfinale auf der Lenzerheide bestreiten. Nach Abschluss der Saison Ende März werden dann nochmals ausführliche Tests durchgeführt. «Es sind Messungen mit Spezialgeräten notwendig, mit denen die elektrische Herzaktivität noch genauer untersucht werden kann», erklärt Schlegel. «Diese Geräte können während dem Rennen nicht getragen werden.» Aufgrund des Sieges und auch der gefühlten schnelleren Erholung ist Schlegel überzeugt, «dass sich die Situation verbessert hat».

Erstellt: 07.03.2011, 14:55 Uhr

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