Dario Cologna ist Captain eines Grossteams

Mit 9 Männern und 3 Frauen startet die Schweiz in die Tour de Ski. Es ist ihre bisher grösste Equipe an diesem Anlass.

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Schnee ist also doch noch gefallen. Was die Langläufer natürlich erst einmal freute: So finden die ersten zwei von ­sieben Etappen dieser Tour de Ski wie geplant in Oberstdorf statt. Trotzdem sind sie auch unzufrieden. Weil im bekannten Winterferienort die Betten ­voller Skifreunde sind, wurden die Langläufer tendenziell aus dem Zentrum ­verdrängt. Dies führt dazu, dass einige Teams für ihre Verhältnisse relativ lange Anfahrtszeiten haben.

«In der Summe brauchen wir über eine Stunde vom Hotel zur Loipe und zurück», sagt der Schweizer Lang­distanz-Coach Ivan Hudac. «Das ist nicht optimal.» Vor allem die Norweger und Schweden grummelten mächtig – worauf man sie daran erinnerte, dass zuvor beim Tourauftakt in Oberhof jeweils ­weder Stimmung noch Hotelkomfort stimmten. Oberstdorf und Umgebung sollen nun beides bieten.

Das Schweizer Team entschied sich im Gegensatz zu den letzten Jahren, grosszügig zu selektionieren. «Wir wollten den jüngeren Athleten eine Chance bieten», sagt Hippolyt Kempf, der Chef der Schweizer Langläufer. Neben Cologna wurden acht weitere Männer und drei Frauen aufgeboten. Grösser war ein helvetisches Tourteam noch nie. Zumindest bis zum Sprint im heimischen Val Müstair am 6. Januar werden alle Mitglieder dabei sein. Entsprechend umfangreich ist das Betreuerteam. Es ­umfasst 15 Personen. Die Schlüsselzelle wird sich dabei um Cologna und seine Distanzkollegen kümmern, eine zweite Einheit vor allem die jüngeren Athleten betreuen.

Während die Erwartungen für Cologna klar sind – ein Topplatz in der ­Gesamtwertung –, ist die Ausgangslage bei den Frauen offener. Da sich Seraina Boner, eine der weltbesten Langdistanzspezialistinnen, aber entschied, die Tour zu absolvieren, verfügt die Equipe auch bei den Frauen über eine starke Allrounderin. Hipployt Kempf sagt darum optimistisch-unverbindlich: «Ich erwarte viel von diesem Team» – allen voran natürlich von Dario Cologna.

Erstellt: 02.01.2015, 22:03 Uhr

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