Didier Cuche wehrt sich

Die Fis hat den Neuenburger am Freitag wegen angeblicher Nötigung von Renndirektor Günter Hujara zu einer Busse von 5000 Franken verurteilt. Der Athlet nimmt Stellung.

Stellung bezogen: Didier Cuche wehrt sich gegen die Vorwürfe der Fis.

Stellung bezogen: Didier Cuche wehrt sich gegen die Vorwürfe der Fis. Bild: Reuters

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Der Neuenburger lässt via Communiqué von Swiss-Ski folgendes mitteilen: «Ich hatte mit Günter Hujara nach dem ersten Training und später am Abend Gespräche und teilte ihm mit, dass der oberste Sprung zu weit gehe und ich mir für das Rennen deshalb Sorgen machte. Ich befürchtete, dass der Sprung im Rennen mit höherem Tempo noch weiter in die Kompression hinunter geht. Deshalb habe ich im Namen von mehreren Athleten angeregt, die Kante um wenige Zentimeter abzutragen, damit wir Fahrer nicht zu weit in die Kompression hinunter fliegen, wo eine Landung nicht mehr zu stehen ist.

Der Rest der ganzen Piste war hervorragend präpariert und es ging einzig um den Sprung. Als Mitglied des Athletenkomitees sehe ich es als meine Aufgabe, für alle Fahrer und deren Sicherheit zu sprechen, und das habe ich in diesem Fall auch getan. Von meiner Seite her wurde das Gespräch nie laut und ich habe Günter Hujara auch nicht gedroht oder genötigt, wie das von der Fis und in den Medien dargestellt wurde. Ich habe Günter Hujara lediglich gesagt, er dürfe von mir nicht erwarten, dass ich keinen Kommentar abgeben würde für den Fall, dass tatsächlich ein Fahrer an dieser Stelle gestürzt wäre. Ich habe zu keiner Zeit gesagt, dass ich ihn oder die Fis attackieren oder verklagen würde.»

Rekurs gegen Busse?

Cuche erklärt weiter: «Falls ich tatsächlich etwas falsch gemacht habe, dann entschuldige ich mich dafür. Wenn es nicht meine Aufgabe ist, bei der Rennleitung solche Fragen und Anregungen zu platzieren, dann muss ich aus dem Athletenkomitee austreten – das werde ich auch tun. Es tut mir Leid, dass aus der kleinen Geschichte ein so grosser Rummel geworden ist. Nach der Jury-Besichtigung am Renntag wurde die Kante tatsächlich um ein paar Zentimeter abgetragen. Ich lag also nicht komplett daneben.»

Cuche wird überdies prüfen, ob er gegen die verhängte Busse Rekurs einlegen wird.

Erstellt: 12.03.2011, 19:10 Uhr

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